Die im Rahmen der MS auftretenden Symptome sind vielfältig
Als Folge der Schädigung zentraler motorischer Nervenbahnen entstehen Lähmungen, der häufigste Verteilungstyp ist die Lähmung beider Beine (Paraparese) gefolgt von der Lähmung eines Beines (Beinmonoparese) und der Halbseitenlähmung (Hemiparese). Zusätzlich kann eine von der Geschwindigkeit einer (passiven) Bewegung abhängige Widerstandserhöhung der Muskeln (Spastik) die Schwäche beeinflussen.
Häufig sind Gefühlsstörungen vorhanden: Kribbeln, Pelzigkeit, Gürtel- und Korsettgefühl, Hitze- und Kältegefühl, vermindertes räumliches Tastgefühl.
Koordinationsstörungen können sowohl den Rumpf, den Stand, den Gang oder die Gliedmaßen betreffen, man spricht von einer Ataxie. Diese tritt überwiegend bei Kleinhirnbeteiligung auf.
Augensymptome betreffen Doppelbildersehen und Sehverschlechterungen bei Lähmungen der Augenmuskeln oder Schädigung der Sehnerven.
Blasenfunktionsstörungen sowie Störungen der Sexualfunktion haben einen besonders großen Einfluss auf die Lebensqualität.
Schnelle Ermüdbarkeit (Fatigue) kann sowohl bei körperlicher als auch geistiger Anforderung auftreten.
Im Verlauf der Erkrankung kommt es oft zur Beeinflussung der kognitiven Funktionen (Gedächtnis, Aufmerksamkeit, exekutive Funktionen des Planens und Problemlösens).
Weitere Symptome sind Schmerzsyndrome, Depressionen und Schluck- und Sprechstörungen