- spezielle Angebote für Frauen
- Förderung von abhängigen Menschen mit psychiatrischen Zusatzdiagnosen
- externe Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten
- Substitutionsbehandlung
- Tagesstruktur
- Trainingswohnung
Beschäftigung und Arbeit
Beschäftigung und Arbeit haben in Verbindung mit dem Erleben der eigenen Leistungsfähigkeit selbstwertbestimmenden Charakter. Es sind interne und externe Beschäftigungsmöglichkeiten möglich, die sich an konkreten Produkten und Aufträgen orientieren.
Von den Klienten wird eine starke Außenorientierung erwartet. Sie beinhaltet u.a. die Teilnahme an Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung, um beruflich Fuß fassen zu können, und das Ableisten von Praktika und Eingehen von Probebeschäftigungen, um die eigene Leistungsfähigkeit realistischer einschätzen können.
Devianz
Die Entscheidung für die Soziotherapie beinhaltet nicht zwangsläufig die Entscheidung zur Straffreiheit. Alte Handlungsmuster werden im Alltag sichtbar. Zu lange sicherten diese Strategien das (Über-)Leben im Drogenmilieu. Für die meisten Klienten ist das Leben in unserer Gemeinschaft mit Normen und Werten fremd und neu und erzeugt Angst, Unsicherheit bis hin zu Widerstand. Für sie gilt es ein entsprechendes Angebot bereit zu stellen, das ihrer z.T. ambivalenten Motivation und häufigen Überforderung mit den zu offenen Strukturen entspricht.
Geschlechtsspezifischer Ansatz
Bestimmte Rollenmuster werden im Verlauf der Drogenkarriere erlernt oder werden überlebensnotwendig (Missbrauch, Prostitution). Im Rahmen der Therapie werden diese Rollenmuster durch neues Erleben und Üben allmählich verändert. Dazu werden u.a. geschlechtsspezifische Gruppen eingerichtet, die einen Schutzraum bieten und Aufarbeitung der Erfahrungen ermöglichen.
Körperwahrnehmung
Im Verlauf der Drogenkarriere tritt eine zunehmende Verengung der Körperwahrnehmung auf. Empfindung und Gefühle werden in aller Regel mittels einer Droge betäubt. Durch den Einsatz von bewegungs- und körperorientierten Therapieverfahren wird das Körpererleben, die Sensibilität, die Ausdrucksfähigkeit und die Entspannungsfähigkeit gefördert.
Doppeldiagnose
In Haus Willich können auch suchtkranke Menschen mit einer psychiatrischen Störung leben. Ihre Behandlung erfolgt durch den psychiatrischen Konsiliararzt und in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Abteilungen der Rheinischen Klinik Viersen.