Fachklinik Wilhelmsheim  
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Indikative Gruppen

Therapiegruppe
Therapiegruppe

In den so genannten "Indikativen Gruppen" können Sie - als Ergänzung zur Bezugsgruppe - persönliche Themen und Problembereiche gezielt bearbeiten. Die Beschreibung der einzelnen Gruppenangebote soll Ihnen als Überblick dienen.
Zusammen mit Ihrem Behandlungsteam werden in Ihrer Indikationskonferenz (gemeinsame Sitzung mit dem Behandlungsteam zur Behandlungsplanung) die Schwerpunkte Ihrer Therapie sowie die verschiedenen in Frage kommenden indikativen Gruppen besprochen.

Die endgültige Zuweisung übernimmt Ihre Bezugstherapeutin oder Ihr Bezugstherapeut. Manche indikative Gruppen finden einmal, manche zweimal pro Woche statt, manche vormittags, manche nachmittags.


Denken - Fühlen – Handeln

Wenn Sie merken, dass Sie in Situationen immer wieder mit starken, überschießenden Gefühlen (Angst, Traurigkeit, starker Ärger, übermäßiges Gekränktsein usw.) reagieren, wenn Sie diese Reaktionsweise belastet, wenn andere diese Reaktion nicht nachvollziehen können, kann es sein, dass diesen Gefühlen ungünstige Gedanken, wie z.B. "Wenn jemand kritisiert, was ich tue, bin ich ein totaler Versager" oder "Ich fühle mich nur dann gut, wenn ich anderen alles recht mache" zugrunde liegen.
In dieser Gruppe geht es nun darum, solche ungünstigen Gedanken zu erkennen, die dazugehörenden Gefühlsreaktionen zu überprüfen und evtl. zu verändern.
An aktuellen Beispielen aus der Gruppe wird der Zusammenhang von Denken und Gefühlsreaktionen verdeutlicht und Möglichkeiten erarbeitet, sich selbst günstiger zu bewerten und zu verhalten.

Selbstsicherheit und Kontakt

Der langjährige Alkohol- und Medikamentenmissbrauch geht oft einher mit Gefühlen von Versagen, Schuld und Wertlosigkeit. Die Folge des Suchtmittelmissbrauchs ist es dann, "Ja" zu sagen, wenn man eigentlich ,,Nein“ sagen möchte, die Meinung anderer wichtiger zu nehmen als die eigene, Angst vor Kritik und Fehlschlägen zu haben.
Von vielen Abhängigen wird das Suchtmittel dazu eingesetzt, um sich im Kontakt mit anderen sicherer zu fühlen, mit Konflikten besser zurechtzukommen. Gleichzeitig führt aber fortgesetzter Suchtmittelmissbrauch oft zu Schwierigkeiten im Kontakt bis hin zur Isolation.
In der Gruppe "Selbstsicherheit und Kontakt" geht es darum, die Fähigkeiten, die zu selbstsicherem Verhalten und zufrieden stellenden Kontakten nötig sind, herauszufinden und die eigenen Fähigkeiten besser einzuschätzen bzw. weiterentwickeln zu können. In Rollenspielen werden konkrete Alltagssituationen durchgespielt, um neue Verhaltensweisen einzuüben.

Motivierung

Vor allem in der Anfangsphase der Behandlung löst die Beschäftigung mit dem eigenen Trinkverhalten oft widersprüchliche Gefühle und Gedanken aus (z.B. „Lohnt sich die Abstinenz Die Abstinenz ist der völlige Verzicht auf ein Suchtmittel (Alkohol).
In einer Therapie erlernt der Alkoholabhängige nicht, dass er nicht mehr trinken darf, sondern dass er nicht mehr trinken muss.
für mich wirklich?“) - das ist ein gutes Zeichen. In der IG Motivierung können Sie Informationen erhalten, um solche Widersprüche aufzulösen und Unterstützung, passende Therapieziele und -inhalte zu finden. Diese Gruppe ist eine sinnvolle Ergänzung zu den Motivationsvorträgen und den verhaltensmedizinischen Vorträgen.

Lebensplanung

Die Gruppe Lebensplanung richtet sich an Patienten, die langzeitarbeitslos sind oder auf Grund von Alter oder körperlichen Einschränkungen Schwierigkeiten bei der beruflichen Wiedereingliederung zu erwarten haben.
Arbeitslosigkeit hat nicht nur gravierende finanzielle Auswirkungen auf das eigene Leben, sondern oft stellt sich auch die Sinnfrage („wofür bin ich eigentlich noch zu gebrauchen?“), das Selbstwertgefühl wird beeinträchtigt (man fühlt sich weg geworfen und zu nichts nutze), und es leiden die sozialen Kontakte und die gesunde und befriedigende Freizeitgestaltung.
Diese Gruppe soll Ihnen daher die Möglichkeit geben, sich mit den genannten Themen auseinanderzusetzen, und (mit einer längerfristigen Perspektive) Möglichkeiten der Befriedigung Ihrer Bedürfnisse nach sinnvoller Tätigkeit und Selbstwert, nach Tagesstruktur und nach Gestaltung eines befriedigenden Lebens ohne Alkohol finden helfen.

Depression

Diese Gruppe richtet sich an diejenigen Patienten/Innen, die immer wieder mit depressiven Stimmungen oder Phasen von Niedergeschlagenheit zu kämpfen haben, in denen es Ihnen schwer fällt, sich zu etwas aufzuraffen, die Welt nur noch grau erscheint, Sie sich zurückziehen oder auch zum Grübeln neigen. Diese Stimmungen werden dann unter anderem zum Auslöser für Suchtmittelkonsum.
Ziel der Gruppe ist es, mit Ihnen gemeinsam ein Erklärungsmodell zu erarbeiten und daraus mögliche Ansatzpunkte zur längerfristigen Bewältigung der Stimmungseinbrüche abzuleiten.
Neben Informationen zu Depression als Krankheit werden hier Fertigkeiten vermittelt, die es Ihnen Schritt für Schritt ermöglichen können, wieder aktiv am Leben teilzunehmen und selbst Einfluss auf Ihre Stimmung zu nehmen. Über das Aufspüren von typischen depressiven Gedanken und Bewertungen wie beispielsweise „Ich bin ein Versager“ oder „Bei mir geht immer alles schief“ können diese hinterfragt und eventuell verändert werden. Auch mögliche Strategien zum Umgang mit Grübeln werden angeboten.

Achtsamkeit und Selbstfürsorge

Wenn Sie ihr Leben emotional bereichern möchten, Aufgeschlossenheit für Neues und etwas Experimentierfreude mitbringen, zudem die Bereitschaft, zwischen den Sitzungen selbständig weiter zu üben und die eine oder andere Übungsaufgabe zu erledigen, sind gute Voraussetzungen zur Teilnahme an dieser Gruppe gegeben. Die Inhalte der Gruppe können Ihnen dann hilfreich sein, in einen besseren Einklang mit sich und den anderen zu kommen, emotionalen Belastungen und insbesondere auch Selbstüberforderungen effektiver zu begegnen und neue, individuell passende Strategien zur besseren Alltagsbewältigung zu entdecken. In der Gruppe sind Theorieeinheiten zu verschiedenen Themen wie "Selbstachtsamkeit", "Selbstwert", "Energiemanagement“ und "Glück" enthalten wie auch Übungen zur Achtsamkeit. Zudem kommen Metaphern und Geschichten wie auch kleinere Übungen zur Selbsterfahrung zum Einsatz. Ziel dabei ist es, persönliche Ressourcen zu entdecken und Anregungen für sinnvolle Rituale im Alltag zu erhalten.

Probleme am Arbeitsplatz

Sind Sie mit ihrem Arbeitsplatz unzufrieden?
Gibt es an ihrem Arbeitsplatz Probleme mit KollegInnen, dem Chef.
Fühlen Sie sich überfordert?
Gehen Sie mit Groll oder Angst zur Arbeit?
Setzen Sie sich häufig unter Druck, Dinge besser zu machen als andere?
Fehlt Ihnen die Fähigkeit, abzuschalten und sich zu entspannen?
Gelingt es Ihnen meistens nicht, Ihre Freizeit zu genießen und sich Freiräume zu schaffen, in denen Sie keine Leistung bringen müssen?
Wenn Sie auf diese Fragen mehrheitlich mit Ja antworten, dann könnte die Gruppe "Probleme am Arbeitsplatz" für Sie hilfreich sein. Sie können in dieser Gruppe lernen, ihre Einstellung zu Arbeit und Leistung, mit denen Sie sich vielleicht selbst unter Druck setzen, zu ändern oder Möglichkeiten der Bewältigung für die oben genannten Probleme vorzubereiten.

Genuss und geniessen

Zur zufriedenen Abstinenz gehört es sicher auch, sich wohl zu fühlen, genießen zu können und Lebensfreude zu haben. Für alle, die sich ein genussreiches Leben ohne Suchtmittel nur schwer vorstellen können, deren Leben vorrangig aus Arbeit besteht, die sich eher niedergeschlagen fühlen, bzw. die einfach noch nie darauf geachtet haben, was sie dafür tun können, sich wohl zufühlen, gibt es das Angebot der Genussgruppe.
Hier werden Sie dazu angeleitet, ihre "fünf Sinne" (Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Tasten) bewusst einzusetzen und dabei vielleicht überraschende Erfahrungen zu machen. Außerdem geht es auch darum, Bedingungen, die zum Genuss nötig sind, kennen zu lernen und zu überlegen, wie diese auch für den eigenen Alltag zu entwickeln sind.

Berufsanalyse

Wenn Sie arbeitslos sind und sich fragen, wie Sie sich mit Ihren bisherigen beruflichen Erfahrungen am Arbeitsmarkt präsentieren können, ist es hilfreich, zunächst einmal den bisherigen Werdegang systematisch auszuwerten und sich seiner Stärken, aber auch seiner Vermittlungsgrenzen zu vergegenwärtigen.
Sie verschaffen sich in dieser Gruppe anhand eines Leitfadens einen fundierten persönlichen Überblick über folgende Themenbereiche:

  • Ihre Grundqualifikation und beruflich verwertbaren Kenntnisse,
  • Ihre bisherigen beruflichen Tätigkeiten,
  • Ihre persönlichen, beruflich nutzbaren Stärken,
  • Ihre individuelle berufliche Lebenssituation,
  • Ihre Mobilität und Mobilitätsbereitschaft,
  • Ihr Bewerbungsverhalten.

Sie erstellen auf dieser Grundlage Ihr persönliches Kompetenzprofil und verschaffen sich einen
Überblick über mögliche berufliche Tätigkeiten, beurteilen Ihre Arbeitsmarktchancen und überlegen, welche Unterstützung für Sie hilfreich sein könnte. Außerdem werden Sie mit der Stellensuche im Internet vertraut gemacht.

Bewerbungscoaching

Wann kann Ihnen diese Gruppe weiter helfen? Wenn Sie:

  • aktuell arbeitssuchend sind oder sich beruflich verändern möchten.
  • befürchten, bald arbeitslos zu werden.
  • auf dem Arbeitsmarkt schwieriger vermittelbar sind.

Inhalte des Bewerbungstrainings:

  • Wie bin ich bisher mit meiner Arbeitslosigkeit zurechtgekommen?
  • Was habe ich bisher dagegen unternommen und was waren meine Erfahrungen?
  • Wie soll mein weiterer beruflicher Weg aussehen?
  • Wie stelle ich Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, schriftliche Bewerbung, Zeugnisse) zusammen
  • Soll ich meine Abhängigkeit in Bewerbungsgesprächen ansprechen?
  • Wie verhalte ich mich effektiver in Bewerbungsgesprächen?
  • Was kann ich tun, um Absagen und Enttäuschungen besser zu verkraften?
  • Wie verhalte ich mich bei telefonischen Bewerbungen?
  • Stellensuche im Internet und versenden von Bewerbungen

Ziel des Bewerbungstrainings:
Sie können lernen, in Bewerbungssituationen und im Umgang mit Behörden (z.B. Agentur für Arbeit, ARGE) selbstsicherer zu werden, Ihre persönlichen Stärken und Ihre beruflichen Erfahrungen überzeugender einzubringen.
Sie erhalten Hilfe und Unterstützung, um bereits während des Klinikaufenthaltes aktuelle Bewerbungen zu versenden.
Außerdem finden zwei Vorträge (Job-Info) mit Informationen zum Arbeitsmarkt und zu Rechten und Pflichten Arbeitssuchender statt.

Körperwahrnehmung für Frauen

"Das schlägt mir auf den Magen", "Das geht mir unter die Haut", "Kribbeln im Bauch" "Einen Kloß im Hals haben"...
Diese und andere Redewendungen zeigen, dass unser Körper auf das reagiert, was wir tun und erleben. Häufig wird dem jedoch zu wenig Bedeutung beigemessen und die Signale des Körpers werden zu wenig beachtet oder negativ bewertet.
Deshalb bieten wir in unserer Gruppe körperbezogene Übungen an, in der die Wahrnehmung der eigenen Körpersignale (Anspannung, Entspannung, Schmerzen, Wohlbefinden, Haltung, Atmung usw.) in den Vordergrund gestellt werden. Dadurch gelingt es dann oft leichter, einen besseren Zugang zu eigenen Gefühlen und Bedürfnissen zu entdecken.
Oft entwickeln sich daraus Gespräche über die Themen, die den anwesenden Frauen in diesem Zusammenhang wichtig erscheinen (z.B. Situation als Frau/Mutter/Tochter; Verhalten in Beziehungen/Partnerschaft; Ängste, Unsicherheit, Umgang mit Ärger und Wut, Sexualität, Essen, Unter-/Übergewicht. Der Zugang zu bestimmten frauenspezifischen Themen kann hier oft direkter und leichter geschaffen werden. Hemmungen, die in Gegenwart von Männern auftreten, können hier abgelegt werden.

Selbstbehauptung für Frauen

Wie kann ich selbstbewusst auftreten ohne verbissen zu wirken?
Wie kann ich mich im Alltag durchsetzen ohne mich aufzureiben?
Solche und ähnliche Fragen können in dieser Gruppe angegangen werden.
Im Mittelpunkt steht das Vermitteln von Selbstbehauptungsstrategien: wie stelle ich Forderungen, wie sage ich Nein, wie gehe ich mit Kritik um und wie stelle ich mich positiv dar.
Darüber hinaus beschäftigen wir uns damit, wie sich Frauen daran hindern, sich selbstsicher zu verhalten. Deshalb setzen wir uns mit den Werten, Ge- und Verboten auseinander, die auf dem Weg zum Frausein verinnerlicht wurden.
Besonders wichtig ist uns auch, Ihren Blick für Ihre Stärken und Ihre Fähigkeiten zu schärfen.

Umgang mit Gewalterfahrungen - nur für Frauen -

Eine Gruppe für Frauen, die aktuell oder in der Vergangenheit Gewalt erlebt haben und sich mit dieser Thematik auseinandersetzen wollen. Wir beschäftigen uns damit, wie diese Erfahrungen Sie in Ihrer Entwicklung geprägt haben und in welchem Zusammenhang Ihre Gewalterfahrungen mit Ihrem Erleben und mit bestimmten Verhaltensweisen stehen.
Wir unterstützen Sie dabei, herauszufinden, welche Fähigkeiten und Stärken Ihnen bislang im Leben geholfen haben und in welchen Situationen heute Ihre Bedürfnisse und Gefühle nicht angemessen gewahrt werden. Anhand konkreter Situationen erarbeiten wir zusammen mit Ihnen günstige Handlungsstrategien, wie Sie sich schützen und abgrenzen und Ihre eigenen Interessen wahren können. Ziel ist, dass Sie (wieder) Ihrer Wahrnehmung trauen, und durch die Stärkung Ihrer Zuversicht Ihr Leben eigenverantwortlich gestalten können.

Selbsterkennen

Sucht verstellt den Blick auf die eigene Person. Jetzt, wo Sie nüchtern sind, können Sie leichter Ihre Person und das Netz Ihrer Beziehungen anschauen:

  • Wie erleben Sie heute die Rollen und Positionen, die Sie im Leben haben und hatten?
  • Welche Muster kehren wieder?
  • Welche Aufgaben hatten Sie in Ihrer Herkunftsfamilie?
  • Welche Ziele streben Sie heute im Leben an?
  • Wie wollen Sie Ihr Leben jetzt mit Ihrem/r Partner/in, Ihren Kindern und anderen gestalten?
  • Welche Konflikte wollen Sie überwinden?

Fragen sind Schlüssel für Veränderungen. Wenn Sie Fragen an sich und Ihr Leben haben, brauchen Sie nicht nur die Bereitschaft, sich um die Antworten zu kümmern, sondern auch den Mut, sie in Ihrem Leben umzusetzen.
Nicht immer sind Antworten angenehm. Aber es tut gut, zu erkennen, wohin man gehört, wie man sein Werk von diesem Platz aus tun kann, mit wem man es tun will, was man hinterlassen möchte.
Der Veränderung geht oft das Abfinden mit dem Gegebenen voraus. Anerkennen was ist, erfordert ebenso Mut, die entscheidenden Fragen zu stellen.
Das therapeutische Interview in dieser Gruppe kann Antworten zu Tage fördern, bei denen Sie bereit sein sollten, sich weiterführenden Verhaltens- und Gedankenexperimenten zwischen den einzelnen Gruppensitzungen zu stellen.

Rückfallprävention

Verlangen (= Wunsch oder Gedanke, Suchtmittel einzunehmen, in unterschiedlicher Stärke von Gelüsten bis zur Gier, zum Teil als "Saufdruck", "Suchtdruck" bezeichnet) ist ein Kernbestandteil jeder Suchtmittelabhängigkeit. Viele Betroffene fühlen sich dadurch bedroht, viele setzen - oft fälschlicherweise - darauf, dass es infolge einer erfolgreichen Therapie nicht mehr auftreten wird und zweifeln beim ersten Auftreten von Verlangen, nach oder während der Therapie, an der Therapie, an sich und ihrer Abstinenzfähigkeit. In der ,,Rückfallprophylaxe“ geht es darum, Verlangen zu verstehen, Möglichkeiten zu erlernen und einzuüben, Verlangen zu bewältigen, ja es vielleicht sogar als Helfer für die Lebensführung zu nutzen.

Rückfallprävention für Arbeitslose

S.T.A.R. Al (vgl. Körkel, 2008) ist eine Erweiterung des bewährten S.T.A.R.-Programms, speziell adaptiert auf die Rückfallrisiken von Arbeitslosen. Es enthält 15 Module, die im Verlauf einer 6-wöchigen Indikativgruppe absolviert werden:

Diese Indikativgruppe kann von allen arbeitslosen Patienten in Anspruch genommen werden, ist aber aufgrund des nachgewiesen höheren Rückfallrisikos Arbeitsloser (Henkel, Zemlin und Dornbusch, 2008) verpflichtend für Patienten mit sehr ungünstiger beruflicher Reintegrationsperspektive.

Ausdauerlaufen

Wenn Sie orthopädisch und organisch in der Lage sind, zu laufen (was Ihnen Ihr/e Bereichsärztin/Bereichsarzt sagen wird), dann könnte diese Indikative Gruppe etwas für Sie sein. Warum? Das Ausdauerlaufen ist eine Methode, die eigenen körperlichen Fähigkeiten besser kennen- und einschätzen zu lernen.
Durch Aktivierung körpereigener Kräfte werden die Belastungsgrenzen erkannt, und es kommt dadurch zu einer besseren Selbstverwaltung, das heißt es kann einerseits erlernt werden, sich nicht ständig oder zumindest immer wieder zu überfordern - andererseits kann es bei ängstlich-vorsichtiger Grundhaltung den dann vermutlich vorhandenen Unterforderungstendenzen entgegenwirken.
Diese zuerst rein körperliche Erfahrung überträgt sich dann mit der Zeit auch auf den psychischen Bereich. Somit ist es auch eine gute Methode zum Abbau von Stress und zur Förderung von Entspannung. Wenn dieses selbstverstärkende Stützsystem genügend eingeübt ist (geht relativ schnell), kann es die Abstinenz Die Abstinenz ist der völlige Verzicht auf ein Suchtmittel (Alkohol).
In einer Therapie erlernt der Alkoholabhängige nicht, dass er nicht mehr trinken darf, sondern dass er nicht mehr trinken muss.
positiv beeinflussen, da sich der Erfolg der Therapie erst im späteren Alltag mit all seinen Frustrationen und Problemen zeigt.
Dagegen aktiv "anzulaufen" ist eine Methode, sich weiterhin stabil zu halten und somit einem Rückfall vorzubeugen.
Wenn Sie sich für diese Gruppe entscheiden sollten, müssen Sie allerdings auch dazu bereit sein, in Ihrer Freizeit eine dritte Übungseinheit in Form einer "Hausaufgabe" zu absolvieren, um den nötigen Muskelaufbau zu fördern

 

EDV-Kurs - Basis und Aufbaukurs

Ziel ist die Vermittlung von „Grundkenntnissen“, die heute für die Arbeitssuche notwendig sind (Arbeitsplatzsuche im Internet, das Schreiben einer Bewerbung auf dem PC...).

PC-Basiskurs:
Ziel: Einen einfachen Text in Word erstellen, formatieren, speichern und drucken
Inhalt: Wie arbeitet der PC?
Übung im Umgang mit der Maus und Tastatur, Texteingabe in Word, erste Gestaltungsmöglichkeiten, Richtiges Speichern, Druckereigenschaften
Voraussetzung: keine
Diverse Übungsblätter werden zur Verfügung gestellt.

PC-Aufbaukurs:
Ziel: Korrektes Anschreiben nach DIN 5008 erstellen (z.B. für eine Bewerbung)
Inhalt: Kopf- und Fußzeilen, Tabellen, Einfügen von Grafiken, Recherche im Internet
Voraussetzung: PC-Basiswissen
Diverse Übungsblätter werden zur Verfügung gestellt.
Empfehlung: Diskette oder USB-Stick zum Speichern der Dateien mitbringen.

Praktische Ernährungslehre

Hier können Sie lernen, sich gesund und richtig zu ernähren. Welche Bausteine gehören zu dem täglichen Bedarf, wie viele verschiedene Nährstoffe müssen im Essen enthalten sein. Sie bereiten einfache Gerichte selbst zu, lernen den Umgang mit Lebensmitteln und deren Verwendungsmöglichkeiten.
Diese Gruppe ist dann für Sie geeignet, wenn Sie lernen wollen, sich selbst zu versorgen, oder dies besser als in der Vergangenheit zu tun.

Schwimmen

Schwimmen kann Spaß machen, entspannen, den Muskelaufbau fördern und ist oft auch für diejenigen geeignet, die z.B. aufgrund von Beschwerden der Wirbelsäule wenig Sport treiben können. Auch wenn Sie Angst vor Wasser haben und schwimmen lernen wollen, können Sie hier Unterstützung bekommen. Wir gehen 2 x in der Woche im Winter ins Hallenbad nach Backnang, im Sommer ins Freibad nach Oppenweiler. Bei schlechtem Wetter im Sommer findet ein Alternativprogramm statt.

Entspannung

Suchtmittel haben bei den allermeisten Menschen auch eine entspannende Wirkung. Für ein abstinentes Leben kann es deswegen von Bedeutung sein, andere Entspannungsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben.
In dieser Gruppe erlernen Sie die "Progressive Muskelentspannung nach JACOBSON", außerdem ergänzende Übungen zur Verbesserung Ihrer Körperwahrnehmung.

Kreativität

Hier können Sie aus unserem Angebot das auswählen, was Ihrer Neigung und Ihrem Interesse entspricht. In entspannter Atmosphäre einer Kleingruppe können Sie sich Ihrem Schwerpunkt widmen und mit Ihren Ideen experimentieren.
Die Förderung kreativer Freizeitgestaltung als ein Ziel der Kunsttherapie ist das Hauptanliegen dieser Indikativgruppe.



Weitere Informationen

Chefarzt

Dr. med. Werner Kolb

Dr. med. Werner Kolb

Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie,
Rehabilitationswesen

Kontakt:

Tel. +49 7193 52-0
Fax +49 7193 52-262
E-Mail info@wilhelmsheim.de


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AHG Klinik Wilhelmsheim
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