Dr. med. Dipl. Psych. Heike Hinz
Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Zusatztitel Sozialmedizin, Diplom-Psychologin
Es ist an der Zeit, sich um die erschreckend schnell wachsende Zahl von Spielhallen und Spielautomaten auch politisch zu kümmern, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich bei einem Besuch der AHG Klinik Wigbertshöhe in Bad Hersfeld. „Die Zahl der von Spielssucht Betroffenen steigt in jüngster Zeit rasant an“.
Die von der insolventen KTE Gesellschaft 2007 übernommene Klinik ist mittlerweile der zweitgrößte Standort für die Therapie von Glücksspielsucht. Neben Glücksspielsüchtigen werden in der AHG Klinik alkohol- und medikamentenabhängige behandelt. Generell steigt auch die Zahl der Patienten, die mit Antidepressiva behandelt werden müssen, wie der Abgeordnete erfuhr.
Die stetig steigende Zahl von Spielhallen sehe man aus fachlicher Sicht mit großer Sorge, seien doch die Automaten heute so ausgelegt, dass mit relativ hohem Einsatz entsprechend hohe Gewinne suggeriert würden. So werde gerade das Suchtpotential entsprechend gefährdeter Menschen angereizt und verstärkt, berichtete Chefärztin Dr. Heike Hinz. Auch die Sportwetten würden, insbesondere bei jungen Männern, zunehmend ein Problem.
„Die Allgemeine Hospitalgesellschaft ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Düsseldorf und gehört zu den großen deutschen Therapieanbietern in der Behandlung psychosomatischer Erkrankungen, Abhängigkeitserkrankter und der Soziotherapie. An 45 Standorten in elf Bundesländern arbeiten über 3.000 Beschäftigte. Am Standort Bad Hersfeld habe sich die Zahl der Mitarbeiter inzwischen auf etwa 50 beschäftigte gesteigert. Im Jahr werden ca. 350 Patienten behandelt. Die Kapazität der Klinik liegt bei 77 Therapieplätzen“, erläuterte Verwaltungsdirektor Martin Manns.
Heiderich lobte die hohen Erfolgsquoten der Klinik und die begleitenden Maßnahmen zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Insbesondere die ambulante Nachsorge funktioniere in der Regel gut. Es sei wichtig, dass die entsprechenden Behörden, wie Jobcenter bereits während der Therapiephase kooperativ mit den Therapieeinrichtungen zusammenarbeiten. Dies habe in der Vergangenheit leider nicht immer reibungslos funktioniert.
Vorbildlich seien insbesondere die Initiativen, bei denen Kommunen und Unternehmen eine Aufwandsentschädigung gezahlt werde, wenn diese Suchtpatienten zur Wiedereingliederung in das Berufsleben beschäftigten. Dies sei insgesamt, so Helmut Heiderich, für die Gesellschaft deutlich kostengünstiger, als wenn man nur auf Werkstätten für Behinderte angewiesen sei.
Insgesamt könne man feststellen, dass das Konzept der AHG Klinik aufgehe, wie die Fakten belegten. Die Klinik könne optimistisch in die Zukunft blicken. Für den Klinikstandort Bad Hersfeld ebenfalls eine gute Perspektive.
Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Zusatztitel Sozialmedizin, Diplom-Psychologin
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AHG Klinik Wigbertshöhe
Am Hainberg 10-12
36251 Bad Hersfeld