In erster Linie sind hier Krebserkrankungen zu nennen, aber auch die Folgen von Unfällen, Erbkrankheiten, von schwerwiegenden Herzerkrankungen, die in unterschiedlichen Lebensphasen ausbrechen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, wie z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, aber auch von Geburt an bestehende körperliche und geistige Einschränkungen und vieles andere mehr.
Gemeinsam ist diesen Erkrankungen, dass ein herkömmlicher Lebensvollzug vielfach nicht mehr möglich ist und davon Betroffene sich dauerhaft auf die damit verbundenen Einschränkungen einstellen müssen. Viele Menschen reagieren hierauf mit Traurigkeit, Resignation, Mut- und Hoffnungslosigkeit bis hin zu dem Wunsch, aus dem Leben zu scheiden.
Die psychotherapeutische Behandlung in den Kliniken der AHG kann den Betroffenen hier helfen, den schmerzhaften Verlust einer selbstständigen Lebensentfaltung zu verarbeiten und noch vorhandene Möglichkeiten zu einer befriedigenden Lebensgestaltung zu entdecken und diese auszubauen.
Es geht nicht um „Symptombefreiung“, sondern um Annahme des Unabänderlichen und Nutzung von Möglichkeiten. Bei positivem Behandlungsverlauf berichten Betroffene von hilfreichen Veränderungen durch die Einschränkung, in dem Sinne, dass das Leben danach intensiver, reicher an zwischenmenschlichen Kontakten und in spiritueller Hinsicht lebendiger erlebt und gelebt werden kann.
Facharzt für Innere Medizin, Psychotherapie, Sozialmedizin, Rehabilitationswesen
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