Dr. med. Hubert C. Buschmann
Facharzt für Neurologie
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Mit ihrer Kurzzeittherapie für alkoholkranke Frauen und Männer ist die Fachklinik Tönisstein in Bad Neuenahr in der Bundesrepublik beispielhaft. Mit der konsequenten Umsetzung von Raucherentwöhnung für ihre Patienten hat sie eine Vorreiterrolle in diesem Therapiebereich übernommen.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, überreichte jetzt der Klinikleitung mit Chefarzt Dr. Hubert C. Buschmann, Dr. Bernd Schneider, Leitender Psychologe, und Verwaltungsdirektor Klaus Terharn, das Silber-Zertifikat des „Deutsches Netz Rauchfreier Krankenhäuser“ (DNRfK).
„Das ist auch eine Qualitätsmerkmal für die Klinik“, anerkannte sie. Der Zertifizierung war eine umfangreiche Analyse vor Ort des DNRfK vorausgegangen. Geprüft wurde nach festgeschriebenen Standards. Danach verpflichten sich die Krankenhäuser und Kliniken nicht nur zu einer rauchfreien Umgebung. Mehr noch sollen die Patienten bei der Tabakentwöhnung aktiv unterstützt werden.
Die Fachklinik Tönisstein ist eines von bisher vier deutschen Krankenhäusern und die einzige deutsche Suchtklinik, die bisher mit diesem Zertifikat in Silber ausgezeichnet wurde. Gold wurde noch nicht vergeben.
Sie hat sich die Raucherentwöhnung seit Jahren schon zum Thema gemacht. „Alle tabakabhängigen Patienten müssen an der Raucherentwöhnung teilnehmen“, erklärte der Drogenbeauftragten und Bundestagsabgeordneten Dr. Bernd Schneider. Denn „wenn wird das Tabakthema nicht angehen, ist der Rehabilitationseffekt gefährdet“, schloss Schneider den Kreis von Alkohol- und Tabaksucht.
„Das ist einmalig, dass sie so konsequent sind“ staunte Sabine Bätzing, die sich selbst als leidenschaftliche Nichtraucherin bezeichnet. Sie bat die Fachleute sie mit ihren Erfahrungen nicht nur in der Raucherentwöhnung zu unterstützen, was Dr. Buschmann zu sicherte.
„Ich will mir hier auch Hilfe holen“, sagte sie. Den ihr Blick sei auch auf die legalen Drogen und die Reduzierung von Alkohol- und Tabakgebrauch gerichtet. „Aber leider fehlt in unserer Gesellschaft vielfach die kritische Wachsamkeit zu den legalen Drogen“, hat sie den Ansatzpunkt für ihre Aufgabe erkannt.
Schneider betonte die Notwendigkeit für Raucherentwöhnungsprogramme für Alkoholabhängige. Denn die körperlichen Schädigungen des Nikotinskonsums werden durch den gleichzeitigen Gebrauch von Alkohol nicht nur erheblich erhöht. Auch verstärken sich Suchtverhalten und Suchterleben in dieser Kombination gegenseitig. Es ist aber in Untersuchungen empirisch nach gewiesen, dass durch das Einstellen des Gebrauchs dieser beiden Suchtmittel sich die Abstinenz Die Abstinenz ist der völlige Verzicht auf ein Suchtmittel (Alkohol).
In einer Therapie erlernt der Alkoholabhängige nicht, dass er nicht mehr trinken darf, sondern dass er nicht mehr trinken muss. für beide Abhängigkeit verbessert. Dies kann von der Fachklinik mit Zahlen nach einem Jahr des Aufenthalts belegt werden, so Schneider. GM.
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