Dr. med. Hubert C. Buschmann
Facharzt für Neurologie
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Die AHG Klinik Tönisstein stellt ihre diesjährige Fachtagung stets unter das Dach des Themas Sucht und Begleiterkrankungen. In diesem Rahmen wird zum achten Mal in Folge der Tönissteiner Medienpreis verliehen. Die diesjährigen Gewinner sind die ProSieben Redakteure Manfred Kohnz und Karsten Scheuren. In Ihrem Beitrag „Cannabis Report“ (ausgestrahlt bei Galileo) begleiten sie einen jungen Mann, der in einer mehrwöchigen Therapie seine Cannabissucht behandeln lässt. „Die Herren Kohnz und Scheuren zeigen in lebensnahen, realistischen Bildern, ungeschminkt und unverblümt, wie ein junger Mann nach achtjähriger Drogensucht in ein cleanes Leben zurückzufinden versucht. Der Film zeigt die Realität einer Therapie und des Wiedereinstiegs in ein Leben ohne Drogen in eindrucksvollen Bildern“, fasst Dr. Hubert Buschmann, Chefarzt der AHG Klinik Tönisstein, den Beitrag lobend zusammen
Die Laudatio hielt Günter Lamprecht, der für die Hauptrolle des Alkoholikers im Film „Rückfälle“ mit der goldenen Kamera geehrt wurde. Lamprecht wurde unter anderem durch die Rolle des Berliner Tatort Kommissars Frank Markowitz bekannt. Auch für diese Rolle erhielt er die Goldene Kamera. Der 1930 in Berlin geborene Schauspieler ist Träger des Bundesverdienstkreuzes I. Klasse, des Verdienstordens des Landes Nordrhein Westfalen und des Ehrenpreises des hessischen Ministerpräsidenten.
Ziel des Tönissteiner Medienpreises ist es, Journalisten zu ehren, die sich um die Berichterstattung aus dem Kontext Sucht besonders verdient gemacht haben. Der diesjährige Medienpreis wurde für herausragende journalistische Berichterstattung über Sucht und Begleiterkrankungen ausgelobt. Gerade die im Film dargestellte Cannabissucht wird von Experten als besonders gefährlich eingestuft. In Folge des Cannabiskonsums etwa ist ein signifikanter Anstieg der die Erkrankungsrate an Schizophrenie nachweisbar. Liegt die Erkrankungsrate kulturübergreifend durchschnittlich bei 1,5 Prozent, so ist bei Cannabis konsumierenden Patienten ein Anstieg auf 6 bis 9 Prozent zu verzeichnen. Da zwischen Suchterkrankung und komorbider Störung deutliche Wechselwirkungen bestehen, müssen Therapien stets einen ganzheitlichen Ansatzes verfolgen und die Begleiterkrankungen einschließenEinen bildlichen Eindruck von unserer Fachtagung können Sie sich hier machen.
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