Dr. med. Hubert C. Buschmann
Facharzt für Neurologie
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wenn ein Weinbauminister eine Fachklinik für die Behandlung suchtkranker Patienten besucht, muss das nicht unbedingt verwundern. Im Gegenteil, denn Hendrik Hering ist in Mainz eigentlich vorrangig Wirtschaftsminister. Aber das Gesundheitswesen und Gesundheitswirtschaft genießen in seinem Ministerium zusammen mit dem Gesundheitstourismus einen hohen Stellenwert.
Die Einladung der AHG Klinik Tönisstein in Bad Neuenahr durch Chefarzt Dr. Hubert Buschmann und Verwaltungsdirektor Klaus Terharn war ihm hoch willkommen, um sich im Heilbad an der Ahr über die Rehabilitationsbedandlung, die Wiedereingliederung in die Arbeitswelt, und die wirtschaftliche Bedeutung der Fachklinik für das größte private Heilbad in Rheinland-Pfalz aus der Sicht des Wirtschaftsministers zu informieren.
Denn „die Gesundheitswirtschaft hat die höchsten Zuwachsquoten im Land und erwirtschaftet zehn Prozent des Bruttosozialprodukts. Auch ist bekannt, dass Patienten immer wieder gern dahin zurückkommen, wo sie erfolgreich behandelt wurden“, so der Wirtschaftsminister.
Teilnehmer der Informationsvisite waren auch Stadtbürgermeister Guido Orthen, Kurdirektor Dr. Hans-Ulrich Tappe, Verkehrsdirektor Andreas Wittpohl als Geschäftsführer des Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler, und die Landtagsabgeordnete Petra Elsner.
„Beeindruckt“ zeigte sich der Wirtschaftsminister von den von der Klinikleitung vorgetragen Zahlen, die die Bedeutung der AHG Klinik Tönisstein als „wichtigen Wirtschaftsfaktor“ der Stadt und Region unterstreichen.
Seine Frage, wie denn die Auslastung ist, beantwortete Dr. Buschmann trocken und knapp mit „voll“. 850 Patienten aus ganz Deutschland behandelt die Klinik im Jahr, von denen 15 Prozent aus Belgien und Luxemburg nach Bad Neuenahr kommen. „Ausstattung und auch der Standort macht die Klinik für die Patienten so attraktiv. Aber besonders die in Deutschland einmalige 8-wöchige Kurzeittherapie hat einen sehr guten Ruf.
Und wie steht es mit der Wirkung danach, fragte Hering. „Unsere Entwöhnungstherapie beim Alkohol und bei Tabletten ist sehr effektiv“, belegte Dr. Buschmann an Zahlen. 40 Prozent der Patienten sind Frauen, erfuhr nachgehakt Petra Elsner. Hendrik Hering war erstaunt, dass mit der Therapie bei Alkohol jetzt immer auch eine Raucherentwöhnung verbunden ist.
„Wir sehen uns als moderner Dienstleister und Wirtschaftsfaktor“ in der Stadt, ergänzte Klaus Terharn. Die Klinik in Bad Neuenahr ist eine von 45 Kliniken und Einrichtungen der AHG AG in Deutschland. Allein acht sind es in Rheinland-Pfalz, notierte der Wirtschaftsminister aufmerksam. 90 Mitarbeiter, 7 Ärzte und 26 Therapeuten sind hier beschäftigt. Jedes Jahr werden 350 000 Euro in den Gebäudekomplex investierte.
„Erst allmählich, jetzt aber um so intensiver, wurde hier in der Stadt der ökonomische Wert der Klinik erkannt“, erinnerte der ehemalige Bürgermeister an anfängliche Probleme, als die AHG Klinik Tönisstein vor fünf Jahren nach Bad Neuenahr kam. Die aber einer breiten und großen Zustimmung und Anerkennung für die Einrichtung und ihre Patienten gewichen sind. „Keine Klinik in der Stadt schafft so viele zusätzliche Übernachtung“, so Tappe als Vorstand der AG Bad Neuenahr. Die Besuche von Angehörigen, die Angehörigenseminare, das Sommerfest, die Fachtagungen und Kongresse und Schulungen addieren über 7000 zusätzliche Übernachtungen, schätzt noch vorsichtig Klaus Terharn.
Dr. Buschmann betonte die gute Zusammenarbeit etwa mit dem Krankenhaus Maria Hilf und der von Ehrenwall’schen Klinik in Ahrweiler und auch mit den hiesigen Ärzten.
Zudem wurde durch die AHG Klinik Tönisstein die medizinische Kompetenz in ihrer Vernetzung in der Stadt weiter erhöht, betonte Andreas Wittpohl.
(PRESSE-BÜRO GERRIT MITTER)
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