Dieses Konzept ist das Ergebnis vieler Anregungen und Diskussionen mit Patienten, Mitarbeitern, den niedergelassenen Kollegen und Kollegen anderer Fachkliniken, den Kosten- und Leistungsträgern und nicht zuletzt den Beratungsstellen, Gesundheitsämtern und Selbsthilfegruppen.
Die AHG Klinik Schweriner See ist für die Behandlung Alkohol- und Medikamentenabhängiger sowie psychosomatisch Kranker konzipiert. Über die Behandlung dieser Patientengruppen unter einem Dach liegen vielfältige positive Erfahrungen vor, die in unserem Konzept Berücksichtigung finden. Bei beiden Gruppen von Störungsbildern ist eine multifaktorielle Genese anzunehmen, so dass deren Rehabilitation gleichzeitig auf der körperlichen, psychischen und sozialen Ebene einsetzen muss.
Bis die Patienten beider Behandlungsgruppen in die AHG Klinik Schweriner See zur stationären Rehabilitation aufgenommen werden können, haben die meisten schon eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Fast 50 Prozent unserer Alkohol- und Medikamentenabhängigen sind länger als 10 Jahre abhängig. Sie haben oft eine Vielzahl von Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten wegen alkoholbedingter Folgeerkrankungen und Unfällen durchgemacht, ohne dass ihre eigentliche Erkrankung, die Abhängigkeit, diagnostiziert wurde.
Ähnlich ergeht es vielen psychosomatisch erkrankten Patienten, die erst einen jahrelangen Weg durch das Gesundheitswesen gehen, ehe sie zur stationären Behandlung in eine psychosomatische Fachklinik kommen. Die in der Fachliteratur dokumentierte etwa siebenjährige Zeitdauer von der Erstkonsultation bei einem Arzt bis zur Aufnahme in einer psychosomatischen Fachklinik findet auch bei den Patienten der AHG Klinik Schweriner See Bestätigung.
Die Patienten beider Störungsbilder stehen zu über 90 Prozent im erwerbsfähigen Alter, so dass neben dem langen Leiden der Patienten und ihrer Angehörigen auch erhebliche volkswirtschaftliche Kosten durch Arbeitsausfallzeiten entstehen.
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