MEDIAN Kliniken
 
Springen Sie direkt zu folgenden Bereichen:
Hauptnavigation | Suche | Inhalt |

Wege in die Behandlung

"Der Weg zu uns und damit zu einer wirkungsvollen Behandlung ist ganz einfach: Es gibt klar definierte Schritte für die jeweiligen Indikationen/Behandlungsschwerpunkte. Bitte klicken Sie den für Sie zutreffenden Bereich an."


  • Wege in die Behandlung für Abhängigkeitserkrankungen

    Gibt es einen Anspruch auf eine medizinische Rehabilitation für Abhängigkeitskranke?

    Ja. Suchtmittelabhängigkeit ist eine Erkrankung. Versicherte der Rentenversicherung und der gesetzlichen Krankenversicherung haben deshalb Anspruch auf eine Behandlung, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Alle Leistungen der verschiedenen Facheinrichtungen der AHG (stationäre, ganztägig-ambulante oder ambulant) werden selbstverständlich auch für Selbstzahler angeboten.

     

    Was ist für die Einleitung einer Behandlung nötig?

    Sie brauchen einen Antrag, einen Sozialbericht und einen ärztlicher Befundbericht.

     

    Wer kann einen Antrag stellen?

    Die Beantragung einer medizinischen Rehabilitationsbehandlung für Abhängigkeitserkrankung erfolgt in der Regel mit Ihnen zusammen durch eine Fachambulanz für Suchtkranke oder Suchtberatungsstelle (Caritas, Diakonie, Blaues Kreuz oder andere), einen Kliniksozialdienst, ein Gesundheitsamt oder den betrieblichen Sozialdienst

     

    Wo muss der Antrag gestellt werden?

    Die Entwöhnung wird als medizinische Rehabilitationsbehandlung grundsätzlich (außer bei EU-Rentnern auf Dauer und Altersrentnern) beim entsprechenden Rentenversicherungsträger beantragt. Wenn dieser nicht zuständig ist, leitet er den Antrag automatisch sehr zügig an den nächsten Kostenträger weiter, in der Regel dann an die Krankenkasse. Diese wird erst nach einem Ablehnungsbescheid durch den Rentenversicherer tätig. Nach Prüfung des Antrags bekommen Sie den Bescheid, in dem Ihnen die Klinik und die Dauer der Maßnahme mitgeteilt wird. Die Klinik, in der Ihre Behandlung erfolgen soll, wird gleichzeitig informiert.

     

    Bundesländerspezifische Besonderheiten können bei dieser allgemeinen Beschreibung nicht ausgeschlossen werden. Ihre Rentenversicherung vor Ort wird Sie aber gerne informieren und beraten.

     

    Formulare

    Die unten aufgeführten Anträge werden von der Deutschen Rentenversicherung als Download zur Verfügung gestellt:

    • G100 - Antrag auf Leistungen zur Teilhabe für Versicherte - Rehabilitationsantrag
    • G110 - Anlage auf Leistungen zur Teilhabe für Versicherte - Rehabilitationsantrag

     

    Können Sie Einfluss auf den Ort der Behandlung nehmen?

    Grundsätzlich ja. In Abstimmung mit Ihrem behandelnden Arzt oder Berater können nur Sie persönlich das Ihnen zustehende Wunsch- und Wahlrecht ausüben und eine Klinik Ihrer Wahl vorschlagen. Ob diesem Wunsch entsprochen werden kann, hängt unter anderem davon ab, ob es eine Behandlungsvereinbarung zwischen dem Kostenträger und der jeweiligen Klinik gibt. Ein Musterformular steht Ihnen hier zum Download bereit.

     

    Wann beginnt die Behandlung?

    Nach Eingang der Kostenzusage erhalten Sie von der Klinik Ihr Einladungsschreiben mit dem Termin über den Beginn der Behandlung und die für den Therapieantritt notwendigen Informationen. Die Behandlung muss suchtmittelfrei angetreten werden. Sollte eine Entgiftung in einem Akutkrankenhaus notwendig sein, planen Sie diese bitte rechtzeitig ein.

     

    Kann man eine Behandlung auch selbst zahlen?

    Ja. Sollte bei Selbstzahlern die gesetzliche Renten- bzw. Krankenversicherung nicht zuständig sein, muss auf jeden Fall eine mögliche Kostenzusage mit der entsprechenden Beihilfestelle oder privaten Krankenversicherung geklärt werden. Natürlich ist eine Übernahme der Kosten durch die Versicherten selbst immer möglich. Wir informieren Sie gerne, jedoch müssen Sie sich selbst mit der Krankenkasse und der Beihilfestelle in Verbindung setzen.

     

    Welche Regelungen gelten für privatversicherte Patienten?

    Die Klinik Schweriner See nimmt Privatversicherte gerne auf. Die Behandlung ist in der Regel beihilfefähig. Die Kostenerstattung durch die Private Krankenkasse ist bei der ersten Behandlung auf dem Kulanzweg möglich. Eine für alle privaten Krankenversicherungsunternehmen allgemeingültige und verbindliche Aussage über die generelle Erstattungsfähigkeit und deren Höhe kann leider nicht getroffen werden. Sie müssen aber auch bei einer Erstattung mit einer eigenen Zuzahlung rechnen, da in der Regel nicht generell der Privatpflegesatz erstattet wird. Eine Anzahlung muss vor Aufnahme eingegangen sein. Wir beraten Sie gerne und werden die für Sie beste Lösung finden. Bitte nehmen Sie Kontakt zu unseren Ansprechpartnern auf.

     

    Welche Regelungen gelten für beihilfeberechtigte Patienten?

    Wenn Sie beihilfeberechtigt sind rechnen Sie direkt mit uns ab und zahlen die Behandlungskosten 14-tägig vor Ort. Die Belege können Sie dann bei Ihrer Beihilfestelle und bei Ihrer privaten Krankenversicherung einreichen. Die Sachlage mit den privaten Krankenversicherern haben wir bereits oben erwähnt. Wir empfehlen Ihnen, sich vorab dort persönlich zu informieren. Bedenken Sie bitte, dass auch bei vorliegender Beihilfeberechtigung ein Teil der Behandlungskosten von Ihnen getragen werden muss. Für weitere Informationen rufen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen gerne weiter.

  • Wege in die Behandlung für Psychosomatik

    Gibt es einen Anspruch auf eine medizinische Rehabilitation für psychische/psychosomatische Erkrankungen?

    Ja. Der Gesetzgeber hat die Voraussetzungen geschaffen, dass Menschen, die unter chronischen Erkrankungen leiden oder deren Leistungsfähigkeit im Berufsleben gefährdet ist, so früh wie möglich umfassende Hilfen zur Sicherung ihrer Gesundheit, zumindest aber zur Linderung ihrer Beschwerden erhalten können. Alle Leistungen der verschiedenen Facheinrichtungen der AHG (stationäre, ganztägig-ambulante oder ambulant) werden selbstverständlich auch für Selbstzahler angeboten.

     

    Wer kann einen Antrag stellen?

    Jeder Versicherte kann bei seiner Krankenkasse den Antrag auf die Bewilligung einer Rehabilitationsmaßnahme stellen. Ihr erster Ansprechpartner bei der Antragstellung ist in aller Regel Ihr Hausarzt oder Ihr Facharzt. Aber auch der Werksarzt kann einen solchen Antrag mit Ihnen gemeinsam ausfertigen. Der Weg in das Akutkrankenhaus erfolgt mittels Krankenhauseinweisung. Bei der Rehabilitation ist jedoch ein Antragsverfahren notwendig.  Nach der Antragstellung bei Ihrer Krankenkasse wird entschieden, wer Träger / Bezahler Ihrer Reha-Maßnahme ist: Ihre Krankenkasse oder Ihr Rentenversicherungsträger. Danach erhalten Sie oder Ihr Arzt die entsprechenden Antragsformulare.

     

    Was ist für die Einleitung einer Behandlung nötig?

    Sie brauchen einen Antrag und einen ärztlicher Befundbericht.

     

    An wen richten Sie Ihren Rehabilitationsantrag?

    An die Rentenversicherung, wenn Sie rentenversicherungspflichtig sind - arbeiten oder Arbeit suchen.
    An die Krankenkasse, wenn Sie z.B. als Rentner oder Hausfrau keine Leistungen anderer Kostenträger erhalten.
    An die Unfallversicherung, wenn Ihre Beschwerden Folgen eines Arbeits- oder Verkehrsunfalls sind.
    An die private Krankenversicherung, wenn ein entsprechender Tarif vereinbart wurde.
    An die Beihilfestelle, wenn Sie als Beamter tätig sind und für sich selbst oder ein Familienmitglied medizinisch- therapeutische Hilfe suchen.
    An das zuständige Sozialamt, wenn kein anderer Kostenträger für Sie in Frage kommt.
    An die Kriegsopferfürsorge/ Kriegsopferversorgung, wenn Sie Wehr- oder Zivildienstleistender, Opfer von Gewalttaten oder kriegsversehrt sind.
    Ihr Kostenträger stellt Ihnen das notwendige Antragsformular zur Verfügung.

    Bundesländerspezifische Besonderheiten können bei dieser allgemeinen Beschreibung nicht ausgeschlossen werden. Ihre Rentenversicherung vor Ort wird Sie aber gerne informieren und beraten.

    Die unten aufgeführten Anträge werden Ihnen von der Krankenkasse zur Verfügung gestellt

    • Muster 60a: Einleitung von Leistungen zur Rehabilitation oder alternativen Angeboten

    • Muster 61: Verordnung von medizinischer Rehabilitation

    Können Sie Einfluss auf den Ort der Behandlung nehmen?

    Grundsätzlich ja. In Abstimmung mit Ihrem behandelnden Arzt oder Berater können nur Sie persönlich das Ihnen zustehende Wunsch- und Wahlrecht ausüben und eine Klinik Ihrer Wahl vorschlagen. Ob diesem Wunsch entsprochen werden kann, hängt unter anderem davon ab, ob es eine Behandlungsvereinbarung zwischen dem Kostenträger und der jeweiligen Klinik gibt. Ein Musterformular steht Ihnen hier zum Download bereit.

     

    Wann beginnt die Behandlung?

    Nach Eingang der Kostenzusage erhalten Sie von der Klinik Ihr Einladungsschreiben mit dem Termin über den Beginn der Behandlung und die für den Therapieantritt notwendigen Informationen.

     

    Muss ich Zuzahlungen leisten?

    Die gesetzliche Zuzahlung ist in den meisten Fällen geringer, als Sie annehmen. Über 50 % der Patienten müssen entweder keine oder nur eine sehr geringe Zuzahlung leisten. Für alle Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, beträgt die gesetzliche Zuzahlung zu stationären Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen 10€/ Tag. Die Zuzahlung ist je nach Maßnahme und zuständigem Kostenträger, für maximal 42 Tage zu entrichten. Es gilt: Beachten Sie bitte die Vorgabe auf dem Bewilligungsbescheid Ihres Kostenträgers. Der persönliche Betreuer der Krankenkasse oder der Sachbearbeiter Ihrer Rentenversicherungsstelle vor Ort kann Ihnen Ihre Fragen zu diesem Thema beantworten. Er wird Ihnen auch helfen, einen Antrag auf teilweise oder vollständige Befreiung von der Zuzahlung zu stellen.

     

    Kann man eine Behandlung auch selbst zahlen?

    Ja. Sollte bei Selbstzahlern die gesetzliche Renten- bzw. Krankenversicherung nicht zuständig sein, muss auf jeden Fall eine mögliche Kostenzusage mit der entsprechenden Beihilfestelle oder privaten Krankenversicherung geklärt werden. Natürlich ist eine Übernahme der Kosten durch die Versicherten selbst immer möglich. Wir informieren Sie gerne, jedoch müssen Sie sich selbst mit der Krankenkasse und der Beihilfestelle in Verbindung setzen.

     

    Welche Regelungen gelten für privatversicherte Patienten?

    Die Klinik Schweriner See nimmt Privatversicherte gerne auf.  Beim Versicherungsunternehmen ist vor Beginn der Behandlung eine Leistungszusage zu beantragen. Wenn die Notwendigkeit einer stationären Behandlung den medizinischen Befundberichten zu entnehmen ist, wird in der Regel eine verbindliche Kostenübernahme erteilt. Die private Krankenversicherung unterscheidet zwischen allgemeinen Krankenhäusern und Krankenanstalten, die auch Kuren bzw. Sanatoriumsbehandlungen durchführen oder Rekonvaleszenten aufnehmen (so genannte "gemischte Anstalten"). Daraus ergeben sich für Privatversicherte einige Besonderheiten. Wir beraten Sie gerne und werden die für Sie beste Lösung finden. Bitte nehmen Sie Kontakt zu unseren Ansprechpartnern auf.

     

    Welche Regelungen gelten für beihilfeberechtigte Patienten?

    Die Klinik Schweriner See  ist beihilfefähig. Bei der geplanten stationären Psychotherapie handelt es sich um eine stationäre Krankenhaus-Akutbehandlung im Sinne des Beihilferechtes in einer Spezialklinik für Psychosomatik und Psychotherapie mit flexiblen individuellen Behandlungszeiten und nicht um eine sogenannte klassische Kur oder Sanatoriumsbehandlung. Beihilfeberechtigte müssen zusätzlich und ebenfalls vorab die anteilige Kostenübernahme mit ihrer Beihilfestelle klären. Für weitere Informationen rufen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen gerne weiter.

  • Allgemeine Hinweise

    Aufnahmebedingungen

    Abteilung für Psychosomatische Medizin

    Die AHG Klinik Schweriner See wird von Rentenversicherungsträgern gemäß § 9 ff. SGB VI und von allen Krankenkassen gemäß § 40 SGB V sowie von privaten Krankenversicherungen und Sozialhilfeträgern belegt. Die Klinik ist beihilfefähig und als sogenannte gemischte Krankenanstalt registriert.

    Die Zuweisung der Patienten erfolgt durch Rentenversicherungsträger, Krankenkassen, niedergelassene Ärzte und Diplom-Psychologen.

    Bei bestimmten Erkrankungen (Essstörungen, Pathologisches Glücksspielen, schwere Zwänge) und bei unklarer Befundlage werden ambulante Vorgespräche durchgeführt. Das dient der Vorbereitung des Patienten auf die Besonderheiten unseres therapeutischen Vorgehens, der Motivationsverbesserung und der Vereinbarung von Schritten, die der Patient schon vor der stationären Aufnahme tun kann.

    Bereits vor der Aufnahme sollten medizinische und psychologische Vorbefunde möglichst vollständig vorliegen.

     

    Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen

    Wenn Sie Probleme mit Medikamenten, Alkohol oder Glücksspiel haben, wenden Sie sich am besten an einen entsprechenden Facharzt oder an Ihren Arzt bzw. an eine Suchtberatungsstelle in der Nähe Ihres Wohnortes.

    Die AHG Klinik Schweriner See wird von allen Rentenversicherungsträgern gemäß § 15 SGB VI belegt. Mit den Krankenkassen besteht ein Versorgungsvertrag gemäß § 111 SGB V. Des Weiteren wird die Klinik von privaten Krankenversicherungen und Sozialhilfeträgern belegt. Sie ist beihilfefähig.

    Voraussetzung für die Aufnahme in unserer Klinik ist eine gewisse Abstinenzzeit bzw. die vorherige Entgiftungsbehandlung.

    In einigen Fällen (Kurzzeittherapie, Mitnahme des Kindes, Pathologisches Glücksspielen) führen wir vor der Aufnahme ein Vorgespräch.

  • Informationen für Privatversicherte

    Aufnahmebedingungen

    Die AHG Klinik Schweriner See wird von privaten Krankenversicherungen und Sozialhilfeträgern belegt. Der Aufenthalt ist beihilfefähig im Sinne der Beihilfeverordnung des Öffentlichen Dienstes.

    Es besteht die Möglichkeit, einen Wahlleistungsvertrag inklusive Chefarztbehandlung abzuschließen.

    Bitte treten Sie mit uns in Kontakt, um weitergehende Informationen zu erhalten unter
    Tel.: +49 3867 900-165 oder per E-Mail.

    Auf Wunsch lassen wir Ihnen die entsprechenden Verträge für Privatpatienten zukommen. Sobald wir die unterschriebenen Verträge von Ihnen zurück bekommen, kontaktieren wir Sie zur Absprache eines Aufnahmetermins.

    Bereits vor der Aufnahme sollten medizinische und psychologische Vorbefunde möglichst vollständig vorliegen.

    Unsere Privatstation im Bereich Psychosomatik ist als sogenannte gemischte Krankenanstalt durch die Privaten Krankenversicherungen eingestuft.

     

  • Informationen für Zuweiser

    Abteilung für Psychosomatik

    Die AHG Klinik Schweriner See wird von Rentenversicherungsträgern gemäß § 9 ff. SGB VI und von allen Krankenkassen gemäß § 40 SGB V sowie von privaten Krankenversicherungen und Sozialhilfeträgern belegt. Die Klinik ist beihilfefähig und als gemischte Krankenanstalt anerkannt.

    Bei bestimmten Erkrankungen (Essstörungen, Pathologisches Glücksspielen, schweren Zwängen) und bei unklarer Befundlage werden ambulante Vorgespräche durchgeführt. Das dient der Vorbereitung des Patienten auf die Besonderheiten unseres therapeutischen Vorgehens, der Motivationsverbesserung und der Vereinbarung von Schritten, die der Patient schon vor der stationären Aufnahme tun kann.

    Bereits vor der Aufnahme sollten medizinische und psychologische Vorbefunde möglichst vollständig vorliegen.

    Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen

    Die AHG Klinik Schweriner See wird von allen Rentenversicherungsträgern gemäß § 15 SGB VI belegt. Mit den Krankenkassen besteht ein Versorgungsvertrag gemäß § 111 SGB V. Des Weiteren wird die Klinik von privaten Krankenversicherungen und Sozialhilfeträgern belegt. Sie ist beihilfefähig.

     

    Sollten sich Fragen für Sie ergeben, sind wir Ihnen gern behilflich.

    Aufnahmesekretariat: Tel.: +49 3867 900-128

    Therapeutische Leitung: Tel.: +49 3867 900-165

     

  • Informationen zum SGB IX

    1. Einleitung

    Nach rund zweijährigen Vorarbeiten unter umfassender Beteiligung aller Interessengruppen ist das SGB IX am 01.07.2001 in Kraft getreten. Gleichzeitig wurde das Rehabilitationsangleichungsgesetz und das Schwerbehindertengesetz, welches als Teil 2 Eingang in das SGB IX gefunden hat, aufgehoben.

    Zentrales Anliegen des Gesetzes ist es, die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe von behinderten und von Behinderung bedrohten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu fördern. Die Teilhabe soll mit medizinischen, beruflichen und sozialen Leistungen erreicht werden und zwar schnell, wirkungsvoll, wirtschaftlich und nachhaltig.

    Ein wichtiger Stellenwert kommt in diesem Zusammenhang den Leistungen zur Rehabilitation zu, die überwiegend von den Rentenversicherungsträgern (ggf. von Krankenkassen, Unfallversicherungen, Sozialhilfe etc.) getragen werden. Ihr Ziel ist es, eine durch gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorgerufene erhebliche Gefährdung der Erwerbsfähigkeit abzuwenden oder, wenn die Erwerbsfähigkeit bereits gemindert ist, sie wesentlich zu bessern oder wiederherzustellen. Nach dem Grundsatz "Reha vor Rente" haben die Leistungen zur medizinischen Rehabilitationbzw.zur Teilhabe am Arbeitsleben (früher: berufliche Rehabilitation) Vorrang vor Rentenleistungen, die bei erfolgreichen Rehabilitationsmaßnahmen nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt zu erbringen sind.

    2. Ziele des SGB IX

    2.1. Mehr Selbstbestimmung

    Durch die Einführung eines erweiterten Wunsch- und Wahlrechts des Leistungsberechtigten wird dem Selbstbestimmungsrecht des Versicherten Rechnung getragen. So wird bei der Auswahl und Ausführung der Leistungen zur Teilhabe berechtigten Wünschen entsprochen und auf persönliche und familiäre Bedürfnisse und Gegebenheiten Rücksicht genommen.
    Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Rehabilitanten von ihrem Recht Gebrauch machen und ihre Wünsche insbesondere hinsichtlich des Leistungsortes äußern.

    2.2. Schnellerer Zugang zu Rehabilitationsleistungen

    Der schnellere Zugang zu Rehabilitationsleistungen wird durch ein neues, auf Beschleunigung gerichtetes Verfahren der Zuständigkeitsklärung erzielt, das die bislang im Rehabilitationsangleichungsgesetz getroffenen Vorleistungsregelungen ersetzt. Hiernach war die Rentenversicherung für die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und die Arbeitsverwaltung für die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben vorleistungspflichtig. Das neue Verfahren koppelt die Entscheidung und Leistungsgewährung der Rehabilitationsträger an den Ablauf eng gesetzter Fristen. Der zuerst angegangene Rehabilitationsträger ist deshalb verpflichtet, innerhalb von zwei Wochen festzustellen, ob er für die Leistungen zuständig ist. Ist er zuständig, hat er grundsätzlich innerhalb von drei Wochen nach Antragseingang zu entscheiden. Ist für die Feststellung des Rehabilitationsbedarfs ein Gutachten erforderlich, ist die Entscheidung innerhalb von zwei Wochen nach Vorliegen des Gutachtens zu treffen, wobei dem Sachverständigen zur Erstellung des Gutachtens ebenfalls eine Frist von zwei Wochen eingeräumt wird. Ist die Zuständigkeitsklärung von der Prüfung der Ursache der Behinderung (z.B. bei Berufskrankheiten) abhängig und ist diese nicht innerhalb der Frist möglich, hat die unverzügliche Antragsweitergabe an den Rehabilitationsträger zu erfolgen, der die Leistung ohne Prüfung der Ursache der Behinderung erbringt.

    Des Weiteren ist eine Regelung zur Erstattung selbstbeschaffter Leistungen aufgenommen worden. Kann der zuständige Rehabilitationsträger die Leistung trotz Fristsetzung nicht rechtzeitig erbringen, ermöglicht das SGB IX den Leistungsberechtigten sich diese Leistung selbst zu beschaffen. Der zuständige Rehabilitationsträger ist unter Beachtung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zur Erstattung der Aufwendungen verpflichtet.

    2.3. Einbeziehung der behandelnden Ärzte und Betriebsärzte

    Zur Ermittlung des Rehabilitationsbedarfs bieten die Rentenversicherungsträger die Möglichkeit an, durch einen Befundbericht des behandelnden Arztes Auch Krankenhausärzte können entsprechende Empfehlungen abgeben. Beispielhaft kann auf die Weichenstellungsfunktion der Akutpsychosomatik im Ev. Krankenhaus DÜW verwiesen werden. oder des Betriebs- bzw. Personalarztes die persönlichen Voraussetzungen nachzuweisen. Hierdurch entfällt das Erfordernis einer unter Umständen zeitaufwendigen und belastenden Untersuchung durch einen Gutachter. Da fast alle Antragsteller über einen behandelnden Arzt verfügen, wird dieser Weg von der überwiegenden Zahl der Antragsteller gewählt. Von der BfA können deshalb rd. 93% der Anträge auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation aufgrund eines Befundberichtes entschieden werden. Das bedeutet im Ergebnis eine zeitnahe und sachgerechte Entscheidung. Die BfA stellt den Ärzten auf ihrer Internet-Homepage spezielle Informationen zu diesem Procedere und einen ausfüllbaren Befundbericht zur Verfügung.

    2.4. Verbesserte Beratungsangebote

    Ein wesentliches Ziel des SGB IX ist die Verbesserung von Auskunft und Beratung im Bereich der Rehabilitation. Zur Erreichung dieses Zieles sieht das Gesetz die Einrichtung gemeinsamer Servicestellen der Rehabilitationsträger in allen Landkreisen und kreisfreien Städten vor. In den Servicestellen sollen behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen über alle für sie in Betracht kommenden Rehabilitationsleistungen trägerübergreifend beraten und in ihrem Anliegen auf unverzügliche Leistungserbringung unterstützt werden. Das bedeutet, dass jeder Rehabilitand bei den Servicestellen mit seinem Anliegen sofort an der richtigen Stelle ist und beraten wird. Eine erforderlich werdende Kontaktaufnahme mit anderen Rehabilitationsträgern zur verbindlichen Zuständigkeitsklärung erfolgt durch die Servicestellen.

    2.5. Individuelle und flexible Rehabilitationsangebote

    Damit jeder Rehabilitand die Leistungen in der Form erhält, die seinen persönlichen und beruflichen Bedürfnissen und dem Ziel der Wiedereingliederung in das Erwerbsleben gerecht wird, sind flexible Rehabilitationsangebote notwendig. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber auch die ambulante (teilstationäre) Rehabilitation stärker im Gesetz berücksichtigt. Sie wird den stationären Rehabilitationsleistungen gleichgestellt mit der Folge, dass der Rehabilitand nun auch während der ambulanten Rehabilitation das zum Lebensunterhalt notwendige Übergangsgeld erhalten kann. Gleichzeitig wird der Arbeitgeber durch Änderung des Entgeltfortzahlungsgesetzes auch bei einer ambulanten Rehabilitation zur Fortzahlung des Entgelts verpflichtet.

    Das Anforderungsprofil der ambulanten Rehabilitation orientiert sich an Ganzheitlichkeit, Interdisziplinarität und qualifizierten, indikationsspezifischen Konzepten, ähnlich wie es im stationären Bereich der Fall ist. Die Frage welche Form der Leistung angezeigt ist, muss jeweils im Einzelfall entschieden werden.

    3. Neue Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

    3.1. Integrationsfachdienste (IFD)

    In Angleichung an das Schwerbehindertenrecht ist die Möglichkeit der Inanspruchnahme von IFD auch in das SGB IX aufgenommen worden. Die Aufgaben der IFD bestehen darin, Personen deren Eingliederung in das Erwerbsleben auf besondere Schwierigkeiten stößt, in den verschieden Phasen der Eingliederung zu beraten und zu unterstützen sowie einem Arbeitgeber ausführliche Informationen, Beratung und Hilfe anzubieten.

    3.2. Überbrückungsgeld

    Das Überbrückungsgeld ist eine neue, eigenständige Leistungsform, mit der die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben gefördert werden kann. Der Gesetzgeber hat das bisher ausdrücklich im Recht der Arbeitsverwaltung vorgesehene Überbrückungsgeld als Leistungsmöglichkeit unter anderem auch für die Rentenversicherung übertragen. Die Höhe der Leistung richtet sich nach dem Arbeitslosengeld oder der Arbeitslosenhilfe, die der Leistungsberechtigte entweder zuletzt bezogen hat oder hätte beziehen können. Das Überbrückungsgeld wird für die Dauer von sechs Monaten gezahlt.

    3.3. Leistungen an Arbeitgeber

    Bei der Berechnung der Eingliederungszuschüsse wird nunmehr auch der Anteil des Arbeitgebers am Gesamtsozialversicherungsbeitrag berücksichtigt. Hier erfolgt in soweit eine Harmonisierung mit den Vorschriften der Arbeitsverwaltung. Zuschüsse zum Arbeitsentgelt sollen die Bereitschaft von Arbeitgebern wecken, Behinderten einen dauerhaften Arbeitsplatz zu bieten.

    4. Fazit

    Das SGB IX reflektiert die gestiegene Bedeutung der Rehabilitation und das gemeinsame Bemühen aller Beteiligten, das Rehabilitationssystem konzeptionell weiterzuentwickeln und zu verbessern. Die Rahmenbedingungen vom Gesetzgeber für mehr Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe von behinderten und von Behinderung bedrohten Menschen am Leben in der Gesellschaft sind geschaffen worden. Nun liegt es an allen Beteiligten, die Ziele des SGB IX zügig und konstruktiv umzusetzen.

    (Gekürzte Version eines Textes der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte Berlin, 2002 )

  • Informationen für Patienten

    Um den gemeinsamen Aufenthalt vieler Menschen in unserem Haus so zu gestalten, dass sich jeder Patient in einer angenehmen, durch gegenseitige Rücksichtnahme geprägten Atmosphäre wohl fühlen kann, bitten wir, die folgenden  Hausregeln zu beachten und einzuhalten:

    Besuchszeiten

    Grundsätzlich richtet sich die Besuchserlaubnis nach therapeutischen Gesichtspunkten und erfolgt in Absprache mit den behandelnden Therapeuten.

    Ausgehzeiten

    Wenn Patienten keine therapeutischen Termine haben, können sie sich in der näheren Umgebung der Klinik innerhalb von Schwerin/Wismar aufhalten. Patienten der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen werden gebeten, die Ausgangssperre während der Zeit auf der Aufnahmestation einzuhalten. Das Klinikgelände mit Uferbereich steht dieser Patientengruppe zur Erholung zur Verfügung.

    Nachtruhe

    Wir bitten darum, ab 23.00 Uhr und bis 6.00 Uhr im Interesse aller Patienten die Nachtruhe einzuhalten.

    Alkohol

    Das Aufbewahren und der Genuss alkoholischer Getränke in der Klinik und auf dem Klinikgelände sind nicht gestattet.

    Rauchen

    Die AHG Klinik Schweriner See ist eine rauchfreie Klinik. Dies dient der Sicherheit und Gesundheit aller Patienten und Mitarbeiter sowie der Sauberkeit in den Räumen. Das Rauchen ist innerhalb des Hauses strengstens untersagt und lediglich im Außenbereich an der gekennzeichneten Stelle gestattet.

    Wertgegenstände

    Für Wertsachen kann die Klinik keine Haftung übernehmen. Für die Aufbewahrung größerer Geldbeträge oder Wertsachen steht unseren Patienten ein Tresor in der Patientenverwaltung zur Verfügung.

    Urlaub

    Beurlaubungen während der Therapie dienen der Selbstbeobachtung und der Verhaltenserprobung im häuslichen Umfeld. In der Entwöhnungsbehandlung können unsere Patienten frühestens nach Ablauf der Hälfte der Therapiezeit eine Beurlaubung am Wochenende in Anspruch nehmen. Im weiteren Verlauf der Behandlung können dann maximal alle zwei Wochen mit therapeutischer Absprache Wochenendbeurlaubungen gewährt werden. Die letzte Beurlaubung ist zwei Wochen vor der Entlassung möglich.

    In der Abteilung für Psychosomatik werden Beurlaubungen ausschließlich aus therapeutischem Grund gewährt.

     

    Weitere Patienteninformationen:

    Patienteninformationen Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen (pdf)

    Patienteninformationen Abteilung für Psychsomatik (pdf)

     

Weitere Informationen

Chefarzt

Dr. med. Thomas Fischer

Dr. med. Thomas Fischer

Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie,
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Sozialmedizin

Spezialisierung:

Angst und Depressionen
Persönlichkeitsstörungen
Gruppenprozesse
Stoffungebundene Abhängigkeit
Abhängigkeitserkrankungen

Kontakt:

Tel. +49 3867 900-0
Fax +49 3867 900-100
E-Mail schwerinersee-kontakt@median-kliniken.de


Adresse:
MEDIAN Klinik Schweriner See
Am See 4
19069 Lübstorf