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AHG Poliklinik Schelfstadt aktuell - Die Poliklinik Schelfstadt und die ANKER Sozialarbeit Schwerin laden ein
30.04.2008 – Offizielle Eröffnung der ersten Einrichtung für die Rehabilitation psychisch kranker Menschen in MV
Die Poliklinik Schelfstadt und die ANKER Sozialarbeit Schwerin laden am Mittwoch, den 7. Mai 2008 um 13:30 Uhr zur offiziellen Eröffnung der ersten Einrichtung für die Rehabilitation psychisch kranker Menschen (RPK) in Mecklenburg Vorpommern in die Poliklinik Schelfstadt ein. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Carl-Friedrich-Flemming-Klinik wird das neue RPK-Angebot dem Fachpublikum vorgestellt. Neben Grußworten des Chefarztes der Poliklinik Schelfstadt und der Klinik Schweriner See Dr. Thomas Fischer und Dr. Cornelia Schäfer von der Deutschen Rentenversicherung Nord informieren Vertreter der ANKER Sozialarbeit, Sigrun Schön und Anne Wedig, sowie Dr. Jörg Flachsmeyer aus der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik über Möglichkeiten und Bedeutung von Arbeit für Menschen mit schizophrenen Erkrankungen. Im Anschluss daran werden in Fachvorträgen u. a. die Medizinische und Berufliche Rehabilitation der RPK erörtert.
Seit November letzten Jahres bieten die Poliklinik Schelfstadt und die ANKER Sozialarbeit für Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen (z. B. Schizophrenie oder schweren Persönlichkeitsstörungen) medizinische und berufliche Rehabilitation als eng verzahnte und integrierte Leistung an. Die Carl-Friedrich-Flemming-Klinik der HELIOS Kliniken Schwerin ist für die Akutversorgung der RPK-Patienten bei Dekompensationen zuständig. Betroffene können mit Hilfe dieses Angebots wieder in das soziale und berufliche Leben integriert werden.
Die RPK der Poliklinik Schelfstadt ist die erste Einrichtung dieser Art in ganz Mecklenburg-Vorpommern und schließt damit eine bestehende Versorgungslücke im Gesundheitssystem. Bisher standen in Mecklenburg-Vorpommern für betroffene Patienten nach der Akutbehandlung in der Psychiatrie „nur“ Sozialpsychiatrische Einrichtungen zur Verfügung, die schwerpunktmäßig eine wichtige soziale Reintegration gewährleisten, jedoch nur bedingt eine Reintegration in das Erwerbsleben ermöglichten. Bundesweit gibt es etwa 45 RPK-Einrichtungen, die von der Bundesarbeitsgemeinschaft RPK mit Sitz in Osnabrück/Nürnberg anerkannt sind. In Ostdeutschland existieren derzeit nur zwei weitere Einrichtungen in Görlitz und Halle.
Als Kostenträger kommen die Rentenversicherung sowie Krankenkassen und die Arbeitsverwaltung in Frage. Der federführende Kostenträger der RPK der Poliklinik Schelfstadt ist die Deutsche Rentenversicherung Nord. Für weitere Informationen stehen Michael von Majewski, Leiter der Poliklinik, gerne persönlich oder telefonisch unter: +49 385 74403-15 oder +49 385 74403-0 sowie Anne Wedig, Bereichsleiterin in der ANKER Sozialarbeit unter +49 385 611941 zur Verfügung.