Einzelgespräche tragen zum schnelleren Aufbau einer therapeutischen Arbeitsbeziehung bei.
Im Einzelgespräch ist es häufig leichter als in der Gruppentherapie möglich, die auslösenden Bedingungen des Trinkens mit den Patientinnen und Patienten zu erarbeiten und mit ihnen eine therapeutische Haltung mit einem beobachtenden und einem erlebenden Ich einzuüben. Außerdem entsteht schneller und tragfähiger eine Beziehung.
Patientinnen und Patienten mit einer großen Schamschranke und einer hohen narzisstischen Verwundbarkeit sind in der Einzeltherapie leichter anzubinden. Die Einzelsituation bietet Schutz vor eigener Entwertung und beziehungsrelevant werdender Entwertung anderer. Affekte können klarifiziert werden, eine differenzierte Binnenwahrnehmung wird in der Einzelsituation schneller erworben. Die Einzeltherapie bietet die Möglichkeit zu individueller Gestaltung der Zahl und Dauer der Kontakte.