Psychosomatische Fachklink Münchwies  
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Phasen des Therapieverlaufs

Der reguläre Verlauf einer stationären Psychotherapie gliedert sich in einzelne Phasen, die je nach dem Einzelfall unterschiedliche Zeit in Anspruch nehmen können.

Nach Anmeldung des jeweiligen Patienten und Übersendung der vorausgegangenen Untersuchungen erfolgt zunächst eine Überprüfung seitens der Klinikleitung, ob die beschriebene Problematik mit Aussicht auf Erfolg in der Klinik behandelt werden kann (Indikationsprüfung). In einigen Fällen werden bei unklarer Befundlage zur Ergänzung ambulante Vorgespräche in der Klinik geführt, bei denen den Betroffenen auch die praktischen Therapieschritte der in Aussicht genommenen Behandlung erläutert werden. Dies ist besonders dann wichtig, wenn absehbar ist, dass eine qualifizierte Therapie mit für den Patienten unangenehmen Begleitumständen verbunden sein wird. Hierzu sollten therapeutische Absprachen bereits im Vorfeld einer stationären Behandlung getroffen werden.

Nach der ärztlichen Aufnahmeuntersuchung wird in Einzelgesprächen mit dem Bezugstherapeuten die so genannte Verhaltens- und Bedingungsanalyse erstellt, die darüber Auskunft geben soll, wie sich die jeweilige Symptomatik entwickelt hat, welche Aspekte dazu beitragen bzw. beigetragen haben, dass die Erkrankung sich bislang nicht verändert oder gar verschlimmert hat, welche Veränderungsziele und Veränderungsschritte für den stationären Aufenthalt aus diesen Erkenntnissen abgeleitet werden können und ob eine ausreichende Bereitschaft des Betroffenen vorliegt, sich aktiv und konsequent an der Umsetzung der Behandlung zu beteiligen (Behandlungsmotivation). Die Vereinbarungen über die gemeinsam erarbeiteten Veränderungsziele münden in den Entscheidungen, welche einzeltherapeutischen und welche gruppentherapeutischen Maßnahmen für den Einzelfall indiziert sind. Dabei ist der Gruppenleiter z.B. einer speziellen störungsspezifischen Gruppe in der Regel ein anderer als der eigene Bezugstherapeut. Beide tauschen sich regelmäßig über die Gruppenprozesse und die Gruppenerfahrungen der jeweiligen Patienten aus, sodass ein kontinuierlichen Informationsfluss über den Behandlungsverlauf gewährleistet ist.

Auch in kontinuierlichen Fallbesprechungen innerhalb der Behandlungsteams werden die Behandlungsverläufe bewertet und falls erforderlich, Veränderungen in den Behandlungsstrategien verabredet.

Die einzeltherapeutischen Gespräche mit dem Bezugstherapeuten dienen vor allem dazu, die Erfahrungen und Lernfortschritte der Patienten aus den verschiedenen Angeboten der Klinik mit dem Patienten zu besprechen, Therapieschritte erforderlichenfalls anzupassen und vor allem zu prüfen, inwieweit die zwischenzeitlich erreichten Veränderungen den anfänglich vereinbarten Zielsetzungen entsprechen und ob bzw. wann diese erreicht sind.

In der letzten Phase des Therapieverlaufs erfolgen Absprachen über eventuell weiterführende Behandlungsmaßnahmen nach dem stationären Aufenthalt.

Im Rahmen des Entlassungsvorgangs erhalten alle Patienten die Möglichkeit, in einem speziell entwickelten Fragebogen die Qualität der Behandlung und Betreuung und die erreichten Veränderungen zu beurteilen. Diese Angaben sind wichtige Informationen für die kontinuierliche Qualitätsentwicklung der Klinik.

Seitens der Klinik wird ein umfangreicher Behandlungsbericht verfasst, der zeitnah nach der Entlassung an die jeweiligen Auftraggeber der Behandlung versandt wird.

Weitere Informationen

Chefärztin

Dr. med. Monika Vogelgesang

Dr. med. Monika Vogelgesang

Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Spezialisierung:

Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen inklusive Traumafolgen, Depressionen, geschlechtsspezifische Vorgehensweisen insbesondere pathologisches Glücksspielen bei Frauen, Pathologischer PC-/ Internet-Gebrauch (Computersucht)

Kontakt:

Tel. +49 6858 691-0 (Festnetz)
Fax +49 6858 691-420
E-Mail muenchwies@ahg.de


Adresse:
AHG Klinik Münchwies
Turmstraße 50-58
66540 Neunkirchen