Sie besteht jedoch in mehr als der Hälfte der Fälle auch im Erwachsenenalter fort – etwa 2% aller Erwachsenen leiden daran. Bei den Betroffenen bestehen häufig Schwierigkeiten, sich über längere Zeit aufmerksam einer Aufgabe zu widmen. Es liegt eine erhöhte Ablenkbarkeit vor. Während bei Kindern mit ADHS Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätssyndrom oftmals eine verstärkte körperliche Aktivität sichtbar wird, beklagen Erwachsene eher eine starke innerliche Unruhe und Anspannung. Menschen, die unter ADHS leiden, sind von starken Stimmungsschwankungen beeinträchtigt, sind sehr empfindsam und neigen zu eher impulsiven Handlungen. Ein Teil der Betroffenen hat Schwierigkeiten mit Routineaufgaben und der Organisation des Alltags. Bei leichteren Ausprägungen der ADHS ist keine Therapie notwendig, oft reicht schon eine Unterstützung durch Freunde und Familie (z.B. bei der Organisation des Alltags). Betroffene entwickeln auch selbst Strategien, um mit den Symptomen zurecht zu kommen und ihre Fähigkeiten zu nutzen. Ergeben sich aber stärkere Beeinträchtigungen als Folge der mit einer ausgeprägten Symptomatik verbundenen Verhaltensmuster ist eine professionelle multimodale Psychotherapie und/oder eine medizinische Rehabilitation angezeigt. Neben einer psychotherapeutischen Behandlung kann auch die medikamentöse Behandlung erwogen werden.
Menschen mit ADHS Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätssyndrom können in den Kliniken der AHG wirkungsvoll behandelt werden: In der Regel können durch gezielte psychotherapeutische und rehabilitative Maßnahmen die eingetretenen Einschränkungen und Behinderungen in den betroffenen Lebensbereichen nachhaltig verbessert werden.
Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen inklusive Traumafolgen, Depressionen, geschlechtsspezifische Vorgehensweisen insbesondere pathologisches Glücksspielen bei Frauen, Pathologischer PC-/ Internet-Gebrauch (Computersucht)
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