Der Begriff der stoffgebundenen Süchte bezeichnet Erkrankungen, die mit der Einnahme stofflicher Substanzen verbunden sind, die unmittelbar das zentrale Nervensystem und den Gehirnstoffwechsel beeinflussen. Oft handelt es sich dabei um Alkohol, Medikamente und Rauschdrogen, wie etwa Cannabis oder Heroin. Sie alle führen zu einer veränderten Befindlichkeit, in der angenehme Gefühle verstärkt oder unangenehme Gefühle abgeschwächt werden. Hinzu kommen Störungen des Bewusstseins, des Empfindens, der Gefühlswelt, der Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit und des Verhaltens.
Eine regelmäßige Einnahme dieser sogenannten psychotropen Substanzen kann zur Gewöhnung und zur Veränderung der Gehirntätigkeit führen. Gedächtnisstörungen, mangelndeKonzentration und Aufmerksamkeit, depressive Verstimmungen usw. können die Folgen sein. Ein weiterer Nachteil dieser Stoffe besteht für den Konsumenten darin, dass die angestrebte Wirkung rasch nachlässt. Es bedarf immer größerer Mengen, um eine ausreichende Wirkung zu erzielen. Eine körperliche Abhängigkeit ist daran zu erkennen, dass beim Verzicht Entzugserscheinungen auftreten, wie etwa
Eine solche Sucht entwickelt sich jedoch in erster Linie bei Menschen mit einer höheren seelischen und/oder körperlichen Anfälligkeit. Doch auch zunehmende Belastungen durch gesellschaftliche Überforderungen und Ausgrenzungen können Art und Verbreitung einer Suchterkrankung beeinflussen. Hinzu kommt, in welchem Umfang verschiedene Suchtmittel verfügbar sind.
Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen inklusive Traumafolgen, Depressionen, geschlechtsspezifische Vorgehensweisen insbesondere pathologisches Glücksspielen bei Frauen, Pathologischer PC-/ Internet-Gebrauch (Computersucht)
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