Loherhof  
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Intensiv Betreutes Wohnen

Intensiv Betreutes Wohnen

Das AHG Therapiezentrum Loherhof in Geilenkirchen bietet seit Anfang des Jahres 2004 ambulant Betreutes Wohnen an. Mit diesem neuen Hilfsangebot konnten wir unsere Betreuungsmöglichkeiten deutlich erweitern. Ambulant Betreutes Wohnen und Externe Tagesstruktur sind zwei wichtige Bausteine in der ambulanten Versorgung. Im Zuge dieser Erweiterung hat sich das Heim zu einem Zentrum für chronisch mehrfachbeeinträchtigte Abhängige entwickelt.

 

Intensiv Betreutes Wohnen

Die Arbeit in den vergangenen Jahren hat gezeigt, dass wir zunehmend Klienten betreuen, für die das Heim nicht mehr angemessen ist und das bisherige ambulant Betreute Wohnen noch nicht geeignet ist. Mit dem Angebot des „Intensiv Betreuten Wohnen“ wollen wir diese Lücke schließen. Intensiv Betreutes Wohnen zeichnet sich durch seine Nähe zum Heim, die Möglichkeit zur ambulanten Pflege und die intensive Betreuung aus.

Das Zentrum insgesamt erweitert damit sein Angebot um einen weiteren Baustein. Heim mit Tagesstruktur auf der einen Seite und ambulant Betreutes Wohnen mit externer Tagesstruktur auf der anderen Seite bilden den Rahmen. Dazwischen steht das Intensiv Betreute Wohnen sowohl als Zwischenschritt zu noch mehr Selbständigkeit, als auch als neue Lebensform. Die Bedeutung des Heimes wird damit nicht in Abrede gestellt. Für viele Suchtranke ist selbst dieser Schritt zu mehr Selbständigkeit zu groß. Sie brauchen das soziotherapeutische Milieu des Heimes für ihr Überleben.

 

Zielgruppe

  • Chronisch mehrfachbeeinträchtigte Suchtkranke und Suchtkranke mit Doppeldiagnose
  • Langjährige Heimbewohner
  • Ältere, pflegebedürftige Suchtkranke
  • Heimbewohner für die das stationäre Angebot zu eng und intensiv ist, die aber zu einer eigenständigen Lebensführung auch im Rahmen des üblichen Betreuten Wohnens nicht in der Lage sind
  • Heimbewohner mit dem Wunsch nach mehr Individualität auf der einen Seite und Sicherheit durch die heimnähe auf der anderen Seite

Die Zielgruppe ergibt sich vor allem aus der Tatsache:

 

Für das Heim nicht mehr geeignet und für Betreutes Wohnen noch nicht geeignet.

 

Der Wunsch nach einer individuelleren Lebensführung wird bei einigen langjährigen Heimbewohnern immer stärker. Diesem Wunsch kann innerhalb des Heimes nur bedingt entsprochen werden. Gleichzeitig stellt der Umzug in eine eigene Wohnung, verbunden mit einer klassischen Betreuung im Rahmen des Betreuten Wohnens, eine Überforderung dar. Die Folge sind Unzufriedenheit bis hin zu Depressionen oder Überschätzung der eigenen Möglichkeiten mangels geeigneter Alternativen.

Daneben steigt bei ältern Heimbewohnern der Pflegebedarf. Langjährige Heimbewohner müssen u.U. die letzten Jahre ihres Lebens in ein Pflegeheim, weil ihre bisherige Heimat, das soziotherapeutische Zentrum, eine Pflege nicht sicher stellen kann. Im Rahmen einer ambulanten Betreuung kann in Kooperation mit einem ambulanten Pflegedienst eine Begleitung u.U. bis zum Tode angeboten werden.

 

Ziel

  • Verhinderung und Verkürzung von Heimaufenthalt
  • Hilfen zur Alltagsbewältigung und Tagesstrukturierung
  • Möglichkeiten zu einer individuellen Lebensgestaltung im Rahmen der eigenen Behinderung
  • Umgang mit der Suchterkrankung
  • Förderung der Kommunikationsmöglichkeiten
  • Förderung zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft
  • Kombinationsmöglichkeit von ambulanter Betreuung und ambulanter Pflege
  • Befähigung und Förderung der Selbständigkeit

Langjährigen Heimbewohner bietet sich eine neue Entwicklungschance. Eigene Möglichkeiten und Ressourcen können erlebt und erprobt werden. Mit diesem Intensiv Betreuten Wohnen wird u.U. die Basis für eine Entwicklung hin zu noch mehr Selbständigkeit im klassischen Betreuten Wohnen geschaffen. Aber auch die Kombination mit ambulanter Pflege gibt Hoffnung auf Sicherheit und Geborgenheit auch im fortgeschrittenen Alter.

 

Art und Umfang der Leistungen

  • Soziotherapeutische Betreuung durch Einzel- und Gruppengespräche
  • Tagesstrukturierende Maßnahmen und Basisversorgung
  • Gedächtnistraining
  • Beschäftigungstherapie
  • Hilfen bei der Haushaltsführung und der Zubereitung von Mahlzeiten
  • Begleitung und Befähigung zu einer selbständigeren und gesunderen Lebensführung
  • Medizinische und hygienische Betreuung
  • Ggfs. ambulante Pflege
  • Begleitung zu Freizeitaktivitäten und Sport
  • Kriseninterventionen
  • Pflege von Außenkontakten zu Angehörigen und dem sozialen Umfeld

Die Art und der Umfang der Betreuung übersteigt deutlich die Möglichkeiten der üblichen Form des Betreuten Wohnens. Gleichzeitig entspricht sie nicht den Anforderungen innerhalb des Heimes. Durch Zusammenarbeit mit ambulanten Pflegediensten wird eine optimale pflegerische Versorgung sichergestellt. Die Kooperation mit anderen Anbietern aus dem Bereich der ambulanten Pflege, ist zugleich ein Beitrag zu mehr Vernetzung in der psycho-sozialen Versorgung in der Region. Gleichzeitig hat der Betroffene die Möglichkeit Kontakte nach außen zu entwickeln. Ergänzt wird dies durch Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen, Vereinen und Kirche vor Ort.

Das Angebot von Tagesstruktur, insbesondere durch Beschäftigungstherapie, strukturiert den Tag und fördert kreative Ressourcen. Diese Kombination fördert und fordert in angemessener Form. Dem Wunsch nach mehr Freiheit kann entsprochen werden, ohne dass es zu Überforderungen kommt. Durch die Heimnähe ist gewährleistet, dass bestehende soziale Strukturen erhalten bleiben.

Intensiv Ambulant Betreutes Wohnen trägt zu mehr Lebensqualität bei. Die Kombination der ambulanten Betreuungsform mit der Nutzung der Vorzüge des Heimes in räumlicher Nähe, machen die Qualität des Angebotes aus. Der Klient wird durch die ambulanten Strukturen herausgefordert sich zu entwickeln und mehr Selbständigkeit zu erlangen. Gleichzeitig gibt die intensive Betreuung Halt und Sicherheit. Vorhandene soziale Bindungen werden vertieft und beugen Einsamkeit im Alter vor.

 

Rahmenbedingungen

Im AHG Therapiezentrum Loherhof besteht die Möglichkeit heimnah 12 Einzelapartments durch Klienten anzumieten. Die bisherige Kooperation mit dem Vermieter stellt ein optimales Zusammenspiel sicher. Die Nähe zum Heim ist ein wichtiger Faktor im Rahmen der Betreuung. Der Umfang der Leistungen, die personelle Ausstattung und die Räumlichkeiten müssen dem Bedarf entsprechen.

  • Erhöhter Bedarf an Fachleistungsstunden und Tagesstruktur (ca. 7 Fachleistungsstunden in der Woche)
  • Bei Bedarf Leistungen im Rahmen der Pflegeversicherung durch einen ambulanten Pflegedienst
  • Qualifiziertes Fachpersonal aus dem Bereich der Pflege
  • Beschäftigungs- und Ergotherapeuten
  • Sozialarbeiter/Sozialpädagogen
  • Hauswirtschaftler
  • Behindertengerechter Wohnraum
Das Angebot wird in des Qualitätsmanagementsystem des AHG Therapiezentrums Loherhof integriert.


Weitere Informationen

Leiter Therapiezentrum

Hans-Rainer Hubbes

Hans-Rainer Hubbes

Dipl.-Sozialwirt, M.A., Dipl.-Sozialarbeiter, Psychologischer Psychotherapeut  

Kontakt:

Tel. +49 2451 40908-0
Fax +49 2451 40908-11
E-Mail loherhof@ahg.de


Adresse:
AHG Therapiezentrum Loherhof
Pater-Briers-Weg 85
52511 Geilenkirchen