Bei den Angsterkrankungen unterscheidet man drei Gruppen:
Ängste, die häufig in bestimmten Situationen auftreten (Phobien), Ängste ohne erkennbare äußere Auslöser, aber häufig in Verbindung mit unangenehmen Empfindungen im Herz-/Kreislaufsystem (Panikstörung) sowie Ängste mit weniger starken körperlichen Symptomen, die dafür fast immer vorhanden und oft mit starkem Grübeln verbunden sind (Generalisierte Angststörung).
- spezifische Phobien. Dies sind unangemessene und starke Ängste vor ganz bestimmten Tieren oder Situationen, also z.B. Spinnenangst, Flugangst, Höhenangst.
- die Herzphobie. Hierbei richten sich die starken Ängste auf das Herz (Angst vor Herzversagen, Herzinfarkt). Auch wiederholte körperliche Untersuchungen können nicht vor dieser Angst schützen.
- die sozialen Ängste. Es treten sehr störende Ängste im Kontakt mit anderen Menschen auf. Hierzu gehören Ängste, vor anderen zu reden oder zu essen oder in anderer Weise im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen.
- die Platzangst (Agoraphobie). Starke Angst vor Plätzen, Menschenmengen, Verkehrsmitteln. Angst in Schlangen oder in Geschäften zusammenzubrechen.
- die Panikstörung: Plötzlich und unerwartet ohne eindeutige Auslöser auftretende Angstanfälle mit Furcht zu sterben, die Kontrolle zu verlieren und mit intensiven Körperempfindungen.
- die generalisierte Angst mit monatelang andauernden Ängsten, Sorgen und Befürchtungen, engen Freunden oder Mitgliedern der eigenen Familie könnte etwas zugestoßen sein, mit starker körperlicher Unruhe, Schlafstörungen und Unfähigkeit sich zu entspannen. Dabei bestehen nicht selten starke körperliche Symptome bis zur Erschöpfung.
- Die einzelnen Formen der Angststörungen treten häufig in Verbindung miteinander auf. Angstsituationen, Gedanken und Gefühle sind bei jedem Patienten individuell verschieden und sollten für die Therapie jeweils genau beobachtet werden.