Die Behandlung basiert auf einem verhaltensmedizinischen Konzept (Therapiekonzept) und Grundlagen der Verhaltenstherapie – im Besonderen der Selbstmanagementtherapie – und der systemischen Therapie.
Im Rahmen einer Behandlungsdauer von 16 bis 26 Wochen werden die Patienten in halboffene Bezugsgruppen aufgenommen, in denen sie während des gesamten Behandlungsverlaufs verbleiben. Wesentlich für die individuelle Behandlungsplanung ist die Erstellung indikationsgeleiteter Gesamtbehandlungspläne. Als Grundlage dient neben der üblichen medizinisch-psychologischen Diagnostik ein Verhaltensbeobachtungsschema, das es ermöglicht, die einzelnen Maßnahmen besser auszuwählen, abzustimmen und zu verzahnen. In Zusammenarbeit mit dem Patienten werden spezifische Therapiepläne mit individuellen Schwerpunkten vereinbart. Teilnehmer der Behandlungskonferenz sind die Mitarbeiter aus dem medizinischen und psychotherapeutischen Bereich sowie aus dem Bereich berufliche Reintegration/Arbeitstherapie, die mit einem spezifischen Patienten befasst sind und der entsprechende Patient selbst. Zunächst findet eine Behandlungskonferenz nach Abschluss der diagnostischen Phase zur Entwicklung erster Therapieziele und –maßnahmen statt. Eine weitere Behandlungskonferenz nach der Hälfte der Therapiezeit dient der Bilanzierung des bisherigen Verlaufs und der Korrektur der Ziele und Maßnahmen. Eine Schlussbilanz kurz vor Ende der fachklinischen Behandlungsphase dient der gemeinsamen Bewertung des Therapieerfolgs und dem Übergang in weiterführende Maßnahmen.