In den AHG Kliniken Daun-Altburg werden polytoxikomane junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 35 Jahren behandelt. Sie erfordern eine Vielzahl ineinandergreifender therapeutischer Maßnahmen, um ein suchtmittelfreies Leben Schritt für Schritt aufzubauen. Neben Einzel-, Gruppen- und Familientherapie sowie Kunst- und Körpertherapie sind deshalb Informationen und tatkräftige Hilfe in allen sozialen Angelegenheiten ein wesentlicher Erfolgsfaktor des stationären Aufenthalts. Es wird versucht, so individuell wie möglich auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen. Deshalb gibt es beispielsweise geschlechtsspezifische Therapieangebote genauso wie die Behandlung ausländischer Patienten.
Das Therapiezentrum verfügt über 44 Behandlungsplätze für Männer und Frauen, deren Anteil an der Belegung jeweils etwa die Hälfte beträgt. Die Behandlungsdauer variiert von 16 bis 26 Wochen nach individueller Planung im Rahmen der Behandlungskonferenzen mit Patient und interdisziplinärem Behandlungsteam. Die Behandlungszeiten hängen unter anderem ab von Vorbehandlungen, von der individuell unterschiedlichen Erreichung der Suchtmittelabstinenz, vom Ausmaß der noch bestehenden sozialen und beruflichen Integration und von möglichen weiteren Erfahrungen aus dem somatischen oder psychiatrischen Bereich. Großer Wert wird während des Aufenthalts auf die Vorbereitung der beruflichen (Wieder-) Eingliederung gelegt. Deshalb sind neben der medizinischen Behandlung – bei der eng mit den anderen Standorten der AHG Kliniken Daun und bei Bedarf mit anderen Einrichtungen, wie dem örtlichen Dialysezentrum und Krankenhaus zusammengearbeitet wird – und der Psychotherapie auf der Altburg die Arbeitstherapie und die Arbeitsbelastungserprobung von besonderer Bedeutung. Selbstverständlich werden weiterführende Maßnahmen wie zum Beispiel eine gegebenenfalls notwendige externe Adaptionsphase vorbereitet und begleitet, um durch eine räumliche Distanzierung zur „Scene“ den Behandlungserfolg zu stabilisieren. Die Behandlungsplanung und –durchführung wird durch interdisziplinäre Behandlungsteams gewährleistet, in denen Ärzte, Diplom-Psychologen, Diplom-Sozialpädagogen, Diplom-Sozialarbeiter, Arbeitstherapeuten, Kunst- und Körpertherapeuten sowie Pflegekräfte zusammenarbeiten.