Klinik Berus - Zentrum für Psychosomatik und Verhaltensmedizin  
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Französischsprachige Therapie

Ergebnisse zur französischsprachigen Therapie

 

Die Behandlung der französischsprachigen Patienten erstreckt sich im Mittelwert über 65 Tage. Zum Zeitpunkt der Entlassung haben sich 89,9% der Patienten gebessert, 38,3% davon deutlich, 38,3% leicht und 13,3% wesentlich, unverändert verlassen 9,2% die Klinik, deutlich verschlechtert 0,8%. Zum Ende der Behandlung drücken insgesamt 86,1% der Patienten ihre positive Einschätzung des Therapieerfolgs aus, 13,9% sind sehr zufrieden, 58,3% kreuzen zufrieden auf dem Entlassungsfragebogen an. Gefragt nach ihrer Gesamtbewertung des Aufenthaltes in der AHG Klinik Berus würden 88,5% der Patienten die Klinik einem Freund/einer Freundin weiter empfehlen.

Die störungsbezogenen Messinstrumente weisen zu Ende der Behandlung im Vergleich zur Aufnahme eine klinisch bedeutsame, hoch signifikante Abnahme der Depressivität auf, im BDI von im Mittel 19,5 bei Aufnahme (klinisch relevante Depression) auf 12,3 bei Entlassung (milde Ausprägung depressiver Symptome). Der SCL-90-R, ein Fragebogeninstrument, das die subjektiv empfundene Beeinträchtigung durch körperliche und psychische Symptome einer Person misst und im GSI (Global Severity Index) die grundsätzliche psychische Belastung ausdrückt, weist ebenfalls eine hoch signifikante Abnahme über den Zeitraum der Behandlung auf. Wird zum Zeitpunkt der Aufnahme ein Mittelwert von 71,9 erreicht, der auf eine hohe bis sehr hohe psychische Belastung verweist, sinkt dieser Wert bis zum Zeitpunkt der Entlassung auf im Mittel 62,3, der lediglich eine deutlich messbare psychische Belastung beschreibt. Ein weiteres Messinstrument stellt der PSCL (Psychosomatische Symptom-Checkliste) dar. Bei der Beantwortung des PSCL geben die Patienten an, wie häufig und wie intensiv sie unter verschiedenen Beschwerden leiden: Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Magenschmerzen, Bauchschmerzen, Asthma, Darmkrämpfe, Schlafstörungen, hoher Blutdruck, Müdigkeit, Depression/Niedergeschlagenheit, Übelkeit, allgemeine Steifheit, Herzklopfen, Augenschmerzen beim Lesen, Durchfall/Verstopfung, Schwindelgefühl, Schwäche. Hier zeigt sich ebenfalls eine hoch signifikante Reduktion der Symptombelastung über den Aufenthalt. Liegen die Patienten bei Aufnahme als Gesamtscore im Mittel bei 65,7, sinkt dieser Wert auf 47,2. Damit befinden sie sich im Mittelwertsbereich der nichtklinischen Standardisierungsstichprobe. Die Veränderungen im Erleben und Verhalten von Patienten nach Beendigung der stationären Behandlung werden anhand des retrospektiven Befragungsinstruments VEV erfasst. Hier geben 70,1% eine positive Veränderung an, darunter 47,8 eine Veränderung auf dem 0,1% Signifikanzniveau, was einer ausgeprägt positiven Bewertung entspricht. 20,9 berichten von keiner, 9,0 von einer negativen Veränderung. Die französischsprachigen Patienten berichten hier signifikant positivere Erlebens- und Verhaltensweisenweisen als die deutschen Patienten.

Diese Ergebnisse verweisen auf eine erfolgreiche Implementierung dieses Behandlungsangebotes. Im Hinblick auf die zu erwartenden Veränderungen auf dem europäischen Gesundheitssektor durch das deutsch-französische Rahmenabkommen, das nach noch zu erfolgender Ratífizierung durch die Parlamente am 01.01.07 in Kraft treten soll, hat die Klinik mit diesem Behandlungsangebot eine günstige Startposition auf diesem neuen Dienstleistungssektor geschaffen.



Weitere Informationen

Chefarzt

Dr. med. Dipl. Psych. W. Carls

Dr. med., Dipl.-Psych. Winfried Carls

Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Kontakt:

Tel. +49 6836 39-0
Fax +49 6836 39-178
E-Mail klinikberus@ahg.de


Adresse:
AHG Klinik Berus
Orannastr. 55
D-66802 Überherrn-Berus