Ergebnisse zum Behandlungsschwerpunkt: Chronischer Tinnitus
Die Behandlung hat sich in der Evaluation mittels Tinnitusfragebogen nach Göbel und Hiller als wirksam erwiesen. In einer Ein-Jahres-Katamnese zeigten sich gute und stabile Verbesserungen hinsichtlich des Beeinträchtigungserlebens durch Tinnitus. Die Erhebung (114 Teilnehmer) belegt statistisch höchst signifikant positive Veränderungen im Gesamtschweregrad vom Aufnahme- zum Entlasszeitpunkt (MAuf=45,55, MEntl=34,65), die auch bis zum Katamnesezeitpunkt (MKat=35,76) anhielten.
An komorbiden Erkrankungen aus dem psychiatrischen Bereich sind vor allem Depressive Störungen (48%), Angst- und phobische Störungen (7%) sowie Somatoforme Störungen (6%) zu erwähnen (Diagnosen nach ICD-10).
Chronischer Tinnitus stellt somit ein erhebliches Risiko dar, psychisch zu erkranken und ist seinerseits oft Folge und Chronifizierungsmerkmal bei vorbestehenden psychischen Erkrankungen.
