Klinik Berus - Zentrum für Psychosomatik und Verhaltensmedizin  
Springen Sie direkt zu folgenden Bereichen:
Hauptnavigation | Suche | Inhalt |

Magersucht und Bulimie

Magersucht

Erscheinungsbild

 

Was bedeutet es, an Magersucht oder Bulimie zu leiden?

Immer mehr Menschen leiden an Magersucht oder Bulimie. Für die Betroffenen wird der Umgang mit Nahrungsaufnahme und Gewicht zum Zwang, die Angst, "dick" zu werden oder "zu dick" zu sein, wird übermächtig. Viele lehnen ihren Körper ab, fühlen sich darin gefangen und sind zermürbt vom endlosen Kampf gegen ihre Essstörung.

Magersüchtige versuchen durch extremes Fasten, genaue Beobachtung und Kontrolle ihrer Nahrungsaufnahme und ihres Körpers, ihr "Wunschgewicht" zu erreichen. Dabei kommt es oft zu einer unrealistischen Wahrnehmung des eigenen Körpers sowie zur Verselbständigung des Hungerns und der Gewichtsabnahme. Diese wird schließlich von den Betroffenen als nicht mehr beeinflussbar erlebt und kann letztlich zu einer lebensbedrohlichen Situation führen. Manchmal liegt zusätzlich ein Medikamenten - oder Alkoholmissbrauch vor.

Bei der Bulimie besteht ein dauernd gezügeltes Essverhalten, um ein bestimmtes Gewicht zu halten oder zu erreichen. Unterbrochen wird dieses Essverhalten von anfallsartig auftretenden Heißhungerattacken, an die sich selbst herbeigeführtes Erbrechen anschließt. Diese meist heimlich durchgeführten Ess-Brechanfälle führen zu schlechtem Gewissen und Schuldgefühlen sowie letztlich zur Selbstabwertung und zum Gefühl, wieder versagt zu haben. Auch bei dieser Essstörung kann es zu ernsthaften gesundheitlichen Folgen kommen.

 

Hintergrundprobleme

 

Was sind die Hintergrundprobleme von Magersucht und Bulimie?

Eine Vielzahl von Lebensbereichen ist meistens mitbetroffen:

  • So besteht häufig ein Mangel an Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit. Das Gefühl der Wertlosigkeit führt zur Unfähigkeit, sich von anderen angemessen abzugrenzen oder eigene Bedürfnisse zu vertreten. Unangenehme Gefühle wie Ärger oder Zorn werden nicht wahrgenommen oder können nicht geäußert werden und richten sich gegen die eigene Person. 
  • Häufig kommt es zu Schwierigkeiten in Beziehungen zu anderen Menschen wie z.B. zu erheblichen Spannungen in der Partnerschaft oder Familie. In den Beziehungen spielen oft Heimlichkeiten, Misstrauen und Angst vor Fremdbestimmung eine große Rolle. Gleichzeitig besteht ein starkes Bedürfnis nach Nähe und Verständnis.

 

Behandlung

 

Was sind die Behandlungsziele?

Wir möchten unseren PatientInnen, die an Magersucht oder Bulimie leiden, helfen, wieder ausgewogener, regelmäßiger und mit mehr Genuss essen zu können, ihren Körper mehr zu akzeptieren und mit sich zufriedener zu werden. Hierzu ist die Bearbeitung der individuellen Hintergrundprobleme notwendig. Gemeinsam mit unseren PatientInnen stellen wir nach eingehender medizinischer und psychologischer Diagnostik einen persönlichen Behandlungsplan zur Lösung ihrer Probleme auf. Zur Klärung anstehender Fragen bieten wir ein ambulantes Vorgespräch an. 

 

Wie behandeln wir Magersucht und Bulimie?

  • Einzeltherapie mit Hilfestellung zur Änderung des Essverhaltens und Bearbeitung der individuellen Hintergrundprobleme
  • Ernährungsberatung und Lernen in der Lehrküche
  • Entspannungsverfahren wie Muskel- und Tiefenentspannung, Meditatives Malen, Tai Chi oder Yoga
  • Problemlösegruppe
  • Selbstsicherheitstraining
  • Gezielte Sport- und Bewegungstherapie
  • Körpererfahrungsgruppe zur Verbesserung der Körperwahrnehmung und -akzeptanz
  • Atemtherapie
  • Kreatives Gestalten
  • Paar- und Familientherapie.

 

Ansprechpartner:

Dr.med. Thomas Stau

Leitender Arzt

Facharzt für Innere Medizin

Facharzt für Psychosomatische Medizin

 



Weitere Informationen

Chefarzt

Dr. med. Dipl. Psych. W. Carls

Dr. med., Dipl.-Psych. Winfried Carls

Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Kontakt:

Tel. +49 6836 39-0
Fax +49 6836 39-178
E-Mail klinikberus@ahg.de


Adresse:
AHG Klinik Berus
Orannastr. 55
D-66802 Überherrn-Berus