Am Aufnahmetag erfolgt die medizinische Untersuchung durch den Arzt bzw. die Ärztin des jeweiligen Behandlungsteams, ggf. unter Hinzuziehung eines Facharztes/einer Fachärztin für Innere Medizin oder Psychiatrie und Neurologie. Im Rahmen dieser medizinischen Aufnahmeuntersuchung werden auch die Krankengeschichte dokumentiert, die Medikation festgesetzt und eventuell diätetische Maßnahmen vereinbart. An technischen Untersuchungen erfolgt eine breite labormedizinische Abklärung (BSG, Diff.BB, Elektrolyte, Harnstoff, Kreatinin, Harnsäure, Leberenzyme, Eisen, Gesamt-Eiweiß, BZ, U-Status und -sediment). Bei Bedarf werden weitere serologische Untersuchungen vorgenommen. Außerdem wird ein EKG abgeleitet. Während des gesamten Aufenthaltes erfolgt die medizinische Betreuung der PatientInnen durch den Arzt bzw. die Ärztin des Behandlungsteams. Die fachärztliche Betreuung erfolgt in jedem Behandlungsteam im Rahmen der medizinischen Supervision.
Wir haben in den letzten Jahren Therapiebausteine entwickelt, um neuangekommenen PatientInnen die Eingewöhnung in unserer Klinik bzw. in der Klinikumgebung zu erleichtern und ihre Motivation für eine aktive Mitarbeit in der Therapie zu fördern:
nach der Aufnahme und Einweisung durch die persönlich betreuenden Co-TherapeutInnen werden die neuangekommenen PatientInnen von einem erfahrenen Patenpatienten/einer Patenpatientin zur Orientierung durch die Klinik geführt und mit den räumlichen bzw. organisatorischen Gegebenheiten vertraut gemacht.
Im Rahmen eines Einführungsprogramms werden in der ersten Behandlungswoche verschiedene Themenblöcke zu Psychosomatik und Verhaltensmedizin, Behandlungskonzept und –angebot der Klinik, Stress und Stressbewältigung sowie Möglichkeiten einer aktiven Freizeitgestaltung vorgestellt. Ziel ist dabei auch die Eingewöhnung in das Kliniksetting.
Nach unserem BezugstherapeutInnenkonzept wird jeder Patient/jede Patientin von einem ärztlichen oder psychologischen Therapeuten bzw. von einer ärztlichen oder psychologischen Therapeutin betreut. Die BezugstherapeutInnen sind erste AnsprechpartnerInnen für ihre PatientInnen und im Rahmen einer ganzheitlichen Gesamtbehandlung zuständig für Organisation der Therapieplanung und Koordination der therapeutischen Maßnahmen auch in den anderen Funktionsbereichen. Unter Berücksichtigung der medizinischen Befunde bzw. ärztlichen Anweisungen führt der Bezugstherapeut bzw. die Bezugstherapeutin eine eingehende Exploration seiner/ihrer PatientInnen durch und erstellt in bezug auf den Einzelfall jeweils eine individuelle Verhaltensanalyse.
