Schlafstörungen werden untergliedert in Insomnien (zu wenig Schlaf) und in Hypersomnien (zu viel Schlaf).
Überwiegend wird unter dem Begriff „Schlafstörung“ ein „zu wenig“ an Schlaf verstanden. Dabei sind die Schlafqualität und/oder Schlafmenge in Bezug auf das Schlafbedürfnis des Betroffenen vermindert. In den westlichen Industrieländern ist von einer Häufigkeit von Schlafstörungen bei ca. 25% der Bevölkerung auszugehen. Schlafstörungen treten häufig auch im Rahmen seelischer Erkrankungen auf.
Hinsichtlich möglicher Ursachen werden Schlafstörungen eingeteilt in nicht-organische (primäre) Schlafstörungen und in solche bei organischen oder psychischen Störungen.
Bei der nicht-organischen (primären) Insomnie hat für den Betroffenen häufig eine Belastungssituation bestanden, und die damit in Verbindung stehende Schlafstörung dauert auch nach Wegfall dieser Belastung an. Der Betroffene befindet sich in der Regel in einem Kreislaufgeschehen aus Überregung, negativen auf den Schlaf bezogenen Gedanken und der Angst vor dem Thema „Schlaf“. Entsprechend sind primäre Insomnien sehr gut durch Verhaltenstherapie behandelbar.
Die wesentlichen organischen Schlafstörungen sind das Schlaf-Apnoe-Syndrom (schlafbezogene Atemstörung) und das Restless-legs-Syndrom (ruhelose Beine). Häufig erfolgt hier eine Schlaflaboruntersuchung zur weiteren Diagnostik. Bei vielen organischen Erkrankungen sind Schlafstörungen ein Begleitsymptom.
In den psychosomatischen Kliniken der AHG können Patienten mit Schlafstörungen im Rahmen der Behandlung seelischer Erkrankungen therapiert werden.
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