Wie kaum ein anderes Medium bietet die Sporttherapie ein Übungsfeld an, Veränderungsziele auf allen Ebenen menschlichen Verhaltens anzustreben. Veränderungsziele auf der motorischen Ebene können sein die Verbesserung der motorischen Grundfertigkeiten wie Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Stabilisierung physiologischer körperlicher Funktionen im Herzkreislaufbereich, in der Atemtätigkeit, der körperlichen Belastbarkeit, Veränderungen in der gedanklichen Bewertung von Anzeichen körperlicher Anstrengung und Belastung, Vermittlung von Kenntnissen und Erfahrungen über die physiologischen Abläufe bei körperlicher Betätigung bei Stressreaktionen, bei Angstanfällen, Umgang mit dem eigenen Anspruchsniveau bezüglich des Leistungspotenzials und der eigenen Leistungsgrenzen und mit Leistungsversagen, Erfahren von Bewegungsfreude und positivem Körpererleben und nicht zuletzt die Aufnahme von Kontakten und das Erproben von Kooperation und Wettbewerb.
Die Maßnahmen der Sporttherapie sind in der Regel Gruppenveranstaltungen für unterschiedliche Gruppen von Patienten mit gemeinsamen Problembereichen und weitgehend identischen Veränderungszielen. Darüberhinaus wurden sporttherapeutische Elemente entwickelt, die in spezielle störungsspezifische Gruppenmaßnahmen eingebettet sind wie z.B. in das Angstbewältigungstraining, in die Depressionsgruppe oder in die Essstörungsgruppe.
