Unmittelbar nach der Wahrnehmung beängstigender Situationen werden diese gedanklich bearbeitet und eingeordnet. Dies geschieht teilweise ausgesprochen schnell, teilweise auch wie automatisch. Dabei werden Situationen und Zustände des eigenen Körpers als mehr oder weniger gefährlich bewertet. Durch einen Vergleich mit früheren Erfahrungen (dem Gelernten) wird die angstauslösende Situation eingeordnet und entschieden, ob die Gefahr bewältigt werden kann oder eher nicht. Daraufhin werden dann die verschiedenen Möglichkeiten des Umgangs mit der Gefahr überlegt (Durchhalten, Vermeiden, Flüchten, Sich-Hilfe-Holen u.ä.).
Unsere Gedanken und Beurteilungen beeinflussen dabei wesentlich unsere Gefühle. So können je nach Einschätzung neben Angst Hilflosigkeits- und Verzweiflungsgefühle aber auch z.B. Wut oder Ärger auftreten.
