Zu unterscheiden sind körperlich bedingte Psychosen durch Hirnerkrankungen, Stoffwechselentgleisungen oder Gifte (Drogen, Alkohol) und psychisch bedingte Psychosen. Bei letzteren kann es sich um ein einmaliges Ereignis als Reaktion auf eine starke Belastung handeln. In anderen Fällen aus dem schizophrenen Formenkreis spielen genetische Komponenten neben Stressfaktoren eine Rolle. Entsprechend der Vielfalt der Ursachen sind die Behandlungsansätze zu wählen. In jedem Falle stellt das psychotische Erleben einen gravierenden Einbruch im Denken, Wahrnehmen und ICH- Erleben dar. Über das Erarbeiten eines umfassenden Krankheitsverständnisses mit dem Herausfinden von Frühwarnzeichen (wie z. B. dem Gefühl der Reizüberflutung), Verbesserung der Stressbewältigung, Verbesserung der sozialen Kompetenzen und der ressourcenorientierten Selbstfürsorge kann eine Gesundung und die Rezidivprophylaxe erreicht werden.
Professionelle Hilfe kann einen oft langen Leidensweg verkürzen. Im Rahmen der psychosomatischen Fachkliniken der AHG sind nach der Akutbehandlung günstige Voraussetzungen gegeben, um stabilisierend und vorbeugend zu arbeiten. Die ambulante Weiterbehandlung sowie eine gute soziale Einbettung werden bereits hier geplant.
Facharzt für Nervenheilkunde, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Sozialmedizin, Rehabilitationswesen
Essstörungen, Posttraumatische Belastungsstörung, Depression und Angst
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