Psychosomatische Fachklinik Bad Pyrmont  
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Binge-Eating-Störung

Auf der Suche nach etwas Essbarem öffnet jemand einen Kühlschrank; im Lichtschein zeichnen sich die Umrisse einer beleibten Person ab
Alles dreht sich ums Essen. Aber die Betroffenen verlieren mehr und mehr die Kontrolle über ihr Verhalten. Die Binge-Eating-Störung (Binge-Eating-Disorder, BED) ist eine Essstörung, bei der die meisten Betroffenen ein Übergewicht oder sogar ein extremes Übergewicht (Adipositas) entwickeln und in mehrfacher Hinsicht ein Leidensdruck entsteht.

Sie sind negativen Bewertungen durch die Umwelt ausgesetzt, leiden unter den körperlichen Folgen des Dickseins und unter ihrer Essstörung selbst. Bei dieser relativ häufigen Störung (bis 4,3% der Gesamtbevölkerung und etwa 30% der Patienten mit Adipositas) kommt es zu regelmäßigen Essattacken, bei denen die Betroffenen kaum noch eine Kontrolle über die Menge und die Art der  Nahrungsaufnahme haben. Sie haben das Gefühl, mit dem Essen nicht mehr aufhören zu können.

Die Nahrungsaufnahme erfolgt sehr schnell bis zu einem sehr unangenehmen Völlegefühl oder nicht selten darüber hinaus, ohne dass im eigentlichen Sinne Hunger besteht. Nach einem solchen Essanfall fühlen sich die Betroffenen oft sehr schlecht, haben Schuldgefühle und sind deprimiert. Im Unterschied zur Ess-Brech-Sucht (Bulimie) werden bei den  Patienten mit einer Binge-Eating-Störung keine Bemühungen beobachtet,   das Körpergewicht durch gezieltes Erbrechen, durch Fasten oder durch intensive sportliche Aktivitäten zu beeinflussen.

Im Rahmen der psychosomatischen Rehabilitation wird in den Kliniken der AHG eine langfristige Verhaltensänderung angestrebt, die durch gesunde Ernährung, Zunahme von sportlicher Aktivität, Verbesserung der Selbstregulationsfähigkeit und Mitbehandlung von zusätzlichen Erkrankungen (z.B. Depressionen) auch langfristig zu einer Normalisierung des Essverhaltens und des Körpergewichts führt.

Weitere Informationen

Ärztlicher Direktor Chefarzt

Chefarzt Prof. Dr. med. Diplom Psychologe Rolf Meermann

Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Rolf Meermann

Facharzt für Nervenheilkunde, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Sozialmedizin, Rehabilitationswesen

Spezialisierung:

Essstörungen, Posttraumatische Belastungsstörung, Depression und Angst 
www.prof-r-meermann.de

Kontakt:

Tel. +49 5281 619-0
Tel. Kostenlose Service-Nummern: 0800 7006190 und 0800 6196666
Fax +49 5281 619-666
E-Mail pfkpyrmont@ahg.de


Adresse:
AHG Psychosomatische Klinik Bad Pyrmont
Bombergallee 10
31812 Bad Pyrmont