Hauptziel ist die Wiedereingliederung der abgespaltenen Elemente in das Gedächtnis und Erleben eines Menschen. Dies muss sehr behutsam geschehen, da nicht selten traumatische Inhalte eine Rolle spielen (siehe Traumatherapie).
Voraussetzung ist, dass ein Mensch mit dissoziativen Symptomen diese Integration im Sinne des Erfahrens verlorener Anteile wünscht.
In der Therapie werden Techniken der Handlungskontrolle vermittelt, damit die Menschen wieder „Herr im Hause“, ihres Körpers und ihres Geistes werden und einen Weg, fort vom reflexhaften Reagieren und hin zum zielgerichteten Handeln finden.
Die Therapie dissoziativer Störungen ist in der Regel langwierig und erfordert Durchhaltevermögen. Ihre Erfolge rechtfertigen jedoch den Aufwand, da sie enormes Leiden verringert und nicht selten eine jahrelange erfolglose Odyssee durch die verschiedenen Institutionen unseres Medizinsystems beendet.