An der Problemlösegruppe nehmen Patienten mit unterschiedlichen Behandlungsdiagnosen teil. Die Therapie ist an einem systematischen Problemlösungsvorgehen orientiert. Diesem Gruppenkonzept liegt die Erfahrung zu Grunde, dass ein Grossteil der psychischen Erkrankungen durch ein ineffektives Problemlöseverhalten der Betroffenen entstanden ist und auch dadurch aufrecht erhalten wird und dass von einer Verbesserung der Problemlösefähigkeit ein aktives Angehen relevanter Probleme und eine langfristige Besserung der klinischen Symptomatik erwartet werden kann.
Diese Methode der verhaltenstherapeutisch orientierten Gruppentherapie umfasst in der Regel drei Arbeitsebenen: Die in der Einzeltherapie geplante und begonnene Verhaltensanalyse und Bedingungsanalyse wird in der Gruppe – auch mit Hilfe der Gruppenteilnehmer – fortgesetzt. Die Möglichkeiten des Lernens von Anderen (soziale Lernprozesse) werden maximal ausgeschöpft und der Art und Weise, wie der Einzelne sich in der Gruppe verhält und wie er die Beziehungen zu den anderen Gruppenmitgliedern entwickelt kommt eine wichtige diagnostische und therapeutische Bedeutung zu.