Dieser Vorteil der von Vertrauen und Offenheit getragenen Gesprächssituation der Einzeltherapie hat auch in der stationären Behandlung eine tragende Bedeutung. Neben der anfänglichen Erhebung der Krankheitsgeschichte und der darauf aufbauenden Therapieplanung kommt der Einzeltherapie in der stationären Behandlung vor allem die Rolle zu, den stationären Aufenthalt zu begleiten, die Erfahrungen und Bewältigungsaktivitäten der Patienten zu unterstützen und erforderlichenfalls Änderungen im Therapieplan abzustimmen und einzuleiten. Wesentliche Lernerfahrungen der Patienten finden jedoch vor allem in den gruppentherapeutischen Aktivitäten statt: Insofern ist die Zweierkontakte mit den stationären Behandlern keine Einzeltherapie im ausschließlichen Sinne, sondern sie sind Bestandteile einer individuelle Psychotherapie, deren inhaltlicher Ablauf und deren Begleitung durch einzeltherapeutische Gespräche und Verhaltensübungen erfolgt, im Wesentlichen jedoch die vielfältigen Möglichkeiten der Gruppentherapie ausschöpft.