Therapie
Vorbereitung und Einführung der Patienten
Bei Patienten mit bestimmten Zuweisungsdiagnosen oder Unklarheiten der Indikationsstellung wird vor der stationären Aufnahme in der Klinik von den Leitenden Therapeuten ein ca. einstündiges Vorgespräch durchgeführt, in dem die Behandlungsmodalitäten besprochen und motivationale Arbeit geleistet wird. Von der Einladung zum Vorgespräch wird Abstand genommen, wenn aufgrund der vorliegenden Informationen eine ausreichende Motivation für eine stationäre Therapie und eine angemessene Erwartungshaltung hinsichtlich der therapeutischen Inhalte und der realistischen Therapieziele vorliegt.
Alle etwa 30 bis 40 Patienten, die pro Woche aufgenommen werden, nehmen an einem Einführungstraining teil. Ziel des Einführungstrainings ist die Vermittlung von handlungsrelevantem Wissen über Therapieziele, über Wege und Möglichkeiten der Therapieplanung und über einzelne Therapiebausteine. Wir versuchen dies hauptsächlich über die Demonstration von Videoausschnitten und die Arbeit in Kleingruppen zu erreichen, die aktiv durch Interviews mit "erfahrenen" Patienten Wissen über die Grundlagen verhaltenstherapeutischen Handelns zusammentragen und dann im zweiten Teil des Einführungstrainings im Hinblick auf die Relevanz für die eigene Therapie diskutieren. Durch die mit dieser Einführung erreichte Transparenz ist es dem Patienten eher möglich, die für ihn wichtigen Therapiebausteine auszuwählen und gezielt zu nutzen. Die empirische Evaluation belegt nachhaltige Effekte des Trainings unabhängig von den sonstigen therapeutischen Einflussnahmen. Offenbar entwickeln Patienten über die Teilnahme an diesem Training Einsichten in die konzeptionelle Gestaltung der Klinik und das Setting der therapeutischen Maßnahmen. Das erleichtert es ihnen, bestimmte diagnostische Schritte (z.B. das Führen von Schmerzprotokollen) und therapeutische Vorgehensweisen (z.B. Expositionsübungen) als relevant für den eigenen Behandlungsprozess zu erkennen.
- Einzeltherapie
- Entspannungstraining
- Ergotherapie
- Gruppentherapie
- Jugendfreizeitgruppe
- Soziale Kompetenztraining
- Poststationären Nachsorgegruppe
- Organmedizinische Behandlung: Medizinische Zentrale
- Physio- und Balneotherapie
- Problemlösegruppen
- Psychosomatikgruppe
- Soziotherapie
- Gruppen für spezifische Störungsbilder
- Sporttherapie und Krankengymnastik