Wie bereits dargestellt, erfolgt die psychotherapeutische Arbeit prinzipiell in Form der Einzeltherapie kombiniert mit Gruppentherapie. Das Angebot an Gruppentherapien ist breit gefächert. In der Einzeltherapie wird auf der Basis der Therapieziele die Indikation für die Teilnahme an bestimmten Gruppen erarbeitet. Der Patient wird also nicht in eine Gruppe "geschickt". Die Gruppentherapien werden nach Standardgruppen (team- oder tandemintern), Themenzentrierten Gruppen, Störungsspezifischen Gruppen und Prozessorientierten Gruppen (alle teamübergreifend) unterschieden. Im Folgenden wird ein Überblick über unsere Gruppenangebote gegeben. Sie werden weiter unten im Einzelnen dargestellt.
In den Standardgruppen werden Themen bearbeitet und Inhalte vermittelt, die sich "standardmäßig" nahezu bei jedem unserer Patienten finden, häufig unabhängig von den jeweiligen Einweisungsdiagnosen.
- Psychosomatikgruppe
- Problemlösegruppe
- Soziales Kompetenztraining
- Entspannungstraining: progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
Themenzentrierte Gruppenangebote ermöglichen die therapeutische Fokussierung auf altersspezifische Fragen und Probleme, sie regen zu gemeinsamen Aktivitäten an und fördern Kohäsion und Solidarität.
- Problemlösegruppe für Jugendliche und junge Erwachsene
- Jugendfreizeitgruppe
- Therapiegruppe für Patienten in höherem Lebensalter
Störungsspezifische Gruppen zielen auf die diagnostisch-therapeutische Bearbeitung spezifischer Störungsbereiche ab. Im Gegensatz zu den vorgenannten teaminternen Standardgruppen werden störungsspezifische Gruppen teamübergreifend für Patienten der gesamten Klinik angeboten.
Derzeit werden folgende störungsspezifischen Gruppentherapien in unserer Klinik angeboten:
- Angstbewältigungsgruppe
- Essstörungsgruppe 1 (Anorexie und Bulimie)
- Essstörungsgruppe 2 (Essstörung mit Übergewicht)
- Schmerzbewältigungsgruppe
- Depressionsgruppe
- Zwangsstörungsgruppe
- Gruppe für Patienten mit dysfunktionalen Persönlichkeitsstilen und Persönlichkeitsstörungen
- Indikative Gruppe für sexuell traumatisierte Frauen
- Gruppe für Männer mit problematischem Sexualverhalten
Zu den Prozessorientierten Gruppen werden das Einführungstraining (Motivationsgruppe) und die Poststationären Nachsorgegruppe gezählt.