In den zieloffenen Problemlösegruppen nach Grawe werden auf der Basis lerntheoretisch orientierter gruppentherapeutischer Konzepte Patienten angeregt, mit alternativen Problemlösestrategien zu experimentieren. Neurotische Patienten zeigen meistens ein eingeengtes Problemlöseverhalten - in der Problemlösegruppe kann das Spektrum praktikabler und plausibler Lösungsmöglichkeiten erweitert werden. Als hilfreich für die individuelle Problemdefinition erweist sich für gewöhnlich die Analyse der Interaktionen des Patienten in der Gruppe. Auch können in der Gruppensituation erste Änderungsschritte eingeleitet und überprüft werden. Problemlösegruppen werden für Patienten mit unterschiedlichen Störungsbereichen/Diagnosen angeboten und fortlaufend von Bezugstherapeuten des eigenen Teams jeweils für ca. 8 - 12 Patienten durchgeführt.
Die Problemlösegruppe für Jugendliche und junge Erwachsene entspricht im Format weitgehend der o.g. Problemlösegruppe (halboffen, acht bis zwölf Teilnehmer, 2 x 90 min/Woche), besitzt aber neben lösungsorientierten und interaktionellen auch psychoedukative Elemente und richtet sich an Patienten im Alter von 16 bis 22 Jahren. In dieser Gruppe werden Problemanalyse und Lösungsmöglichkeiten für die Anliegen junger Menschen (Ablösungskonflikte, Identitätsfindung, Ausbildungsprobleme, Umgang mit psychotropen Substanzen usw.) bearbeitet.