Die somatisch-medizinischen Aktivitäten konzentrieren sich in der Medizinischen Zentrale. Sie beinhaltet die Apotheke, die die fest angesetzten Medikamente, die Bedarfsmedikamente und die für interkurrente Erkrankungen bzw. Akutinterventionen erforderlichen Pharmaka bevorratet. Fest verordnete Medikamente werden zu bestimmten Zeiten an die Patienten ausgegeben. Die meisten ärztlichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen werden in den entsprechenden Räumen der Medizinischen Zentrale durchgeführt. Dazu gehört die Aufnahmeuntersuchung, die eine eingehende körperliche Untersuchung, eine Routinelaboruntersuchung, ein Routine-EKG bei Patienten über 40 Jahren sowie Messungen von Gewicht, Blutdruck und Puls beinhaltet. Bei entsprechenden Indikationen werden weitere technische Untersuchungen durchgeführt. Möglich sind Belastungs-EKG, Langzeit-EKG, Lungenfunktionsprüfung einschließlich Atemwegwiderstandsmessung, Sonografie einschließlich Echokardiographie, EEG und Schlafapnoescreening. Das letztere dient zum Nachweis von schlafbezogenen Atemstörungen durch kontinuierliche Messung von Herzrhythmus, Atemgeräuschen, Sauerstoffpartialdruck und Körperlage. Schlafbezogene Atemstörungen können - wenn sie krankheitswertig sind - zu Blutdruckveränderungen, Herzrhythmusstörungen, Tagesmüdigkeit, psycho-physischer Erschöpfung, zusammengefasst also Beschwerden, die auch bei psychosomatischen Krankheiten vorhanden sein können, führen. Eine Risikogruppe unter unseren Patienten für diese Störungen sind Patienten mit krankhaftem Übergewicht.
Für gynäkologische Untersuchungen stehen ein entsprechender Stuhl, ein Ultraschallgerät und ein Kolposkop zu Verfügung. Die Dokumentation der medizinischen Daten und der medizinischen Verläufe erfolgt ebenfalls in der Medizinischen Zentrale, wo die Patientenkurven mit Krankenblatt, eigenen Untersuchungsergebnissen, Konsiliarberichten, Vorbefunden, aktuellen Vorkommnissen und Interventionen, sowie der Dokumentation des Medikamentengebrauchs aufbewahrt werden.
Zu den vielfältigen Aufgaben der Mitarbeiterinnen der Medizinischen Zentrale gehören: Anlegen von Langzeit-EKG, Langzeit-RR, Durchführung der Spirometrie, Assistenz beim Belastungs-EKG, Entgegennahme und Verwaltung der patienteneigenen Medikamente, tägliches Richten der festangesetzten Medikamente, Ausgabe der Bedarfsmedikation, Terminierung, Vorbereitung und Durchführung der angeordneten Blutentnahmen, Vorbereitung des Blutes zum Versand (Zentrifugieren, Sortieren), Bestimmung der BKS, Urinuntersuchungen, Zuordnung eingehender Laborbefunde, Koordination und Prüfung des hauseigenen Medikamentenbestandes, Verbandwechsel, Vorbereitung der Inhalationen, Desinfektions- und weitere hygienebezogene Aufgaben.