Psychosomatische Fachklinik Bad Dürkheim  
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Therapie von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Therapie von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

“....erwachsen ist man, wenn man etwas tun kann, obwohl einem die Eltern dazu geraten haben....”


Entsprechend der stetig wachsenden Zahl jugendlicher Patienten (ab 16 Jahren) und  junger Erwachsener in der Klinik  - mittlerweile 11% unseres Klientels  - konnten wir unser diagnostisch-therapeutisches Angebot für diese Gruppe,  die aufgrund der Entwicklungserfordernisse der adoleszenten Lebensphase (Identitätsfindung, Übernahme von Verantwortung, Entwicklung von Autonomie, Sexuelle Reifung, Ablösung vom Elternhaus, Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen, Entwicklung einer privaten und beruflichen Lebensperspektive) besondere Anforderungen an das therapeutische Setting stellt, weiter ausdifferenzieren. So beschäftigte sich die Arbeitsgruppe “Therapie von Jugendlichen und jungen Erwachsenen” zum einen mit dem Ausbau der psychometrischen Leistungstestung und erstellte eine Testbatterie für junge Patienten, die in Einzel-, als auch in Gruppentestung Anwendung findet. Daneben wurden der therapeutische Umgang mit jugendlichen Patienten, die sich selbst verletzen neu überdacht und entsprechend der Vorgehensweise von Linnehan klare Handlungsanweisungen für die therapeutische Mitarbeiter herausgearbeitet.

Neu konzipiert wurden das Soziale Kompetenztraining für Jugendliche, sowie in Kooperation mit der Drogenpräventionsstelle des Diakonischen Werks, Bad Dürkheim ein Sucht-Präventions-Workshop für junge Patienten. Das soziale Kompetenztraining für Jugendliche (SKT) wird seit Anfang 2003 regelmäßig als geschlossene Gruppe angeboten. Es umfasst 8 Sitzungen à 90 Minuten und findet zweimal wöchentlich statt. Zielsetzung ist, dass die jungen Patienten in ihrer Peer-Gruppe die für sie relevanten Selbstsicherheitstemen bearbeiten und in praktischen Übungen/Rollenspielen alternative Kommunikationsmöglichkeiten und situationsangemesses Verhalten einüben. Durch die altershomogene Gruppenzusammensetzung kann die Hemmschwelle gesenkt werden, um jugendspezifische Themen (z.B. bezüglich gegengeschlechtlicher Kontakte), die viele Teilnehmer erfahrungsgemäß gleichzeitig beschäftigen, anszusprechen.

 

Inhalte des Jugend-SKT sind:

  • Selbstsicheres Verhalten im Umgang mit Gleichaltrigen - das Erkennen von Problemen und das Einüben eines selbstsicheren (statt selbstunsicheren oder aggressiven) Verhaltensmusters für  spezifische Problemsituationen.
  • Förderung der Gefühlswahrnehmung und des Gefühlsausdrucks, Wahrnehmung und Respektierung von eigenen und fremden Grenzen.
  • Fertigkeiten im Umgang mit Stress und Leistungssituationen (Bewerbungsgespräche, Ausbildungspatzkonflikte, Konflikte in der Familie) und Gruppendruck (z.B. Drogen).
  • Gewaltfreie deeskalierende Kommunikation.

 

Im Gegensatz zur Konzeption des SKT bei Erwachsenen sind die psychoedukativen Einheiten kürzer, der Schwerpunkt liegt mehr auf spielerischen praktischen Übungen. Kern der jeweiligen Gruppenstunden sind individuelle kommunikative Problemstellungen und das Einüben von praktischen Lösungen mittels Rollenspielen und Video-Feedback.

Am ganztägigen Sucht-Präventions-Workshop, der seit Januar 2002 regelmäßig durchgeführt wird,  nehmen alle 16-20 jährigen Patienten teil, in Ausnahmefällen auch ältere junge Erwachsene, sofern das Suchtthema in der stationären Therapie relevant ist. Inhalte sind die Auseinandersetzung mit der Entstehung und der Prävention von Sucht-Verhaltensweisen. Der Schwerpunkt liegt auf der Herausarbeitung von Lebenskompetenzen (realistisches Selbstbild, adäquater Umgang mit Gefühlen, Kommunikations- und Beziehungsfähigkeit, Konfliktfähigkeit). Durch unterschiedliche Medien und praktische Übungen werden die erwähnten Themen (z.B. mittels Gefühlsskulpturen, Nähe- und Distanzübungen, o.ä.) herausgearbeitet. Groß- und Kleingruppenarbeit wechseln sich ab und ermöglichen so ein intensives Auseinandersetzen mit den Zusammenhängen und Hintergründen von Suchtentwicklungen.

Ansprechpartnerin: M. Ehrhardt



Weitere Informationen

Chefarzt

Chefarzt Dr. Limbacher

Dr. med. Klaus Limbacher

Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Rehabilitationswesen

Spezialisierung:

Depressionen, sexuelle Störungen und Persönlichkeitsstörungen

Kontakt:

Tel. +49 6322 934-0 (Festnetz)
E-Mail duerkheim@ahg.de


Adresse:
AHG Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim
Kurbrunnenstraße 12
67098 Bad Dürkheim