Psychosomatische Fachklinik Bad Dürkheim  
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Ambulante Rehanachsorge

Angebote zur Nachsorge nach stationärem Therapieaufenthalt haben in der Klinik eine lange Tradition: Bereits 1993 erarbeiteten wir im Rahmen des „Prä-Post-Projekts“ ein vorbereitendes und Nachsorgekonzept zur Erleichterung der Übergangsphasen für unsere Patienten (vom gewohnten Alltag in die Klinik und aus dem Schonraum Klinik zurück in die häusliche Umgebung). Wir konnten im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprojekts an einer großen Stichprobe nachweisen, dass sowohl individualisierte prä- als auch poststationäre Maßnahmen zu guten therapeutischen Erfolgen führen (Bischoff, C., Gönner, S., Husen, E., Ehrhardt, M. und Limbacher, K.: Ambulante vor- und nachbereitende Maßnahmen zur Optimierung der stationären psychosomatischen Rehabilitation – Ergebnisse des Bad Dürkheimer Prä-Post-Projekts. Verhaltenstherapie, 15, S. 78-87, 2005).

Die Erfahrungen aus diesem Projekt sind in unser aktuelles Konzept der Rehabilitations-Nachsorge eingeflossen, das sich in einigen Punkten von dem vielfach praktizierten und von den Rentenversicherungsträgern empfohlenen „Curriculum Hannover“ unterscheidet. So bieten wir nach Entlassung aus der stationären bzw. ganztägig ambulanten Behandlung für die Patienten, die in unserem Einzugsbereich (Metropolregion Rhein-Neckar) leben, nach einem Einzel-Eingangsgespräch 12 Termine in unseren Reha-Nachsorgegruppen an und beenden die Maßnahmen mit einem weiteren Einzelgespräch. Bei Bedarf können im Verlauf Krisentermine in Anspruch genommen werden.

Inhaltlich geht es um eine konsequente Transfersicherung des im stationären Setting Erreichten: Wir erarbeiten mit den Patienten realistische Ziele im beruflichen und privaten Bereich. Entsprechend dem verhaltenstherapeutischen Vorgehen, das sowohl psychoedukative als auch erlebnisorientierte Einheiten vorsieht, werden im gruppentherapeutischen Prozess mit den Patienten Vorhaben erarbeitet und deren Umsetzung in konkretes Verhalten begleitet. Eine Mappe mit Arbeitsmaterialien dient den Teilnehmern als Leitlinie und hilft bei der Vor- und Nachbereitung der gruppentherapeutischen Sitzungen. In den folgenden Gruppenstunden werden die Erfahrungen der Patienten mit ihren Vorhaben und Zielen bzw. deren Umsetzung durchgearbeitet, erleichternde bzw. erschwerende Bedingungen identifiziert und Ressourcen aktiviert.

Wichtig ist uns, die Wartezeit auf die Nachsorgemaßnahme so kurz wie möglich zu halten, da wir davon ausgehen, dass die ersten Wochen nach der Entlassung die kritischsten im gesamten Therapieverlauf sind, in denen es darum geht, das Gelernte in den häuslichen Alltag umzusetzen.

Eine Nachsorgedauer von insgesamt ca. vier Monaten halten wir angesichts der mittlerweile stark verbesserten ambulanten psychotherapeutischen Versorgungsangebote in unserer Region für ausreichend.

Die Erfahrungen zeigen, dass der Bedarf an Reha-Nachsorge steigt – von daher haben wir unser Gruppenangebot ausgeweitet. Von Patientenseite besteht nach Antritt der Reha-Nachsorge eine gute Motivation zur regelmäßigen Teilnahme und hohe Zufriedenheit nach Abschluss der Behandlung.

 

Ansprechpartnerin: M. Ehrhardt

 

Literatur:

Bischoff, C., Gönner, S., Husen, E., Ehrhardt, M. und Limbacher, K.: Ambulante vor- und nachbereitende Maßnahmen zur Optimierung der stationären psychosomatischen Rehabilitation – Ergebnisse des Bad Dürkheimer Prä-Post-Projekts. Verhaltenstherapie, 15, S. 78-87, 2005.



Weitere Informationen

Chefarzt

Chefarzt Dr. Limbacher

Dr. med. Klaus Limbacher

Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Rehabilitationswesen

Spezialisierung:

Depressionen, sexuelle Störungen und Persönlichkeitsstörungen

Kontakt:

Tel. +49 6322 934-0 (Festnetz)
E-Mail duerkheim@ahg.de


Adresse:
AHG Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim
Kurbrunnenstraße 12
67098 Bad Dürkheim