Typisch für Angsterkrankungen ist, dass bestimmte Gefahren überschätzt und eigene Bewältigungsfähigkeiten unterschätzt werden. Patienten haben vor spezifischen Situationen Angst, weil sie diese Situationen für gefährlicher halten, als diese tatsächlich sind. Sobald eine Gefahreneinschätzung ausgelöst ist, entstehen automatisch negative Gedanken und eine unangenehme körperliche Anspannung.
Das Aufschaukeln der Angst kann im Rahmen von Teufelskreisen beschrieben werden: Anzeichen vermeintlicher körperlicher, sozialer oder psychischer Störungen verstärken das subjektive Erleben von Verletzlichkeit und verschlimmern die Angstgedanken vor dem, was da kommen möge. Die schlimmen Phantasien verfestigen sich, weil die Betroffenen alles versuchen, das gefürchtete Ereignis nicht eintreten zu lassen. Da die Ängste unrealistisch sind (das gefürchtete Ereignis würde gar nicht eintreten) besteht aber der Haupteffekt solcher Vermeidungsstrategien darin, dass die Patienten nicht mehr überprüfen, ob ihre Ängste realistisch sind. - Die Ängste vor der vermeintlichen Bedrohung setzen sich fest.
Im Rahmen unserer kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung werden die Betroffenen über alle körperlichen und gedanklichen Aspekte von Ängsten unterrichtet und dann mit verschiedenen einzel- und gruppentherapeutischen Maßnahmen angeregt, sich den vermeintlichen Bedrohungen zu stellen. Das Ziel solcher Expositionsmaßnahmen (auch Verhaltensexperimente genannt) besteht darin, die bedrohlichen Erwartungen zu entkräften und damit die Ängste abzubauen.
Eine ausführliche Beschreibung unseres Behandlungskonzeptes bei Angsterkrankungen können Sie als PDF-Datei öffnen oder herunterladen: