Eine stationäre Behandlung ist nur indiziert, wenn es zu akuten Krisen kommt, bei denen sämtliche Lebensbereiche betroffen sind, z.B. heftige familiäre Konflikte und schulisches oder berufliches Versagen sowie akute Depressivität oder wenn die Komplexität der Problematik den Patienten überfordert oder wenn die Familie oder Arbeitgeber nicht mehr bereit sind, ständig mit Hilfestellungen einzuspringen. Schwerpunkt der stationären Therapie ist die Kombination von Einzel- und Gruppentherapie. Die Patienten erleben sowohl ihre Schwierigkeiten als auch ihre Stärken im persönlichen Kontakt mit Mitpatienten und in verschiedenen Belastungssituationen, wie z.B. Teilnahme an der Holzwerkstatt. Sofortige unterstützende, aber auch kritische und zu Korrektur anregende Rückmeldungen geben den Patienten die Möglichkeit "innezuhalten", sich besser zu erkennen und andere Verhaltensmöglichkeiten zu entwickeln. Entspannungstherapie und Sport fördern ebenso einen besseren Umgang mit überschiessender Erregung, Unruhe und Ungeduld. Im stationären Setting kann durch Verhaltensbeobachtung die medikamentöse Wirkung gut eingeschätzt werden. Spezifische Probleme am Arbeitsplatz können auch mit Unterstützung der Soziotherapie analysiert und Bewältigungsstrategien entwickelt werden.
Eine ausführliche Beschreibung unseres Behandlungskonzeptes bei ADS können Sie als PDF-Datei öffnen / herunterladen: