Langzeittherapie
Das Krankheitsgeschehen kann entweder immunsuppressiv (Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems) oder immunmodulierend (Veränderung des Körperabwehrsystems) beeinflusst werden. Erreicht wird hierdurch eine Verringerung der Schubhäufigkeit, eine Verminderung der Schwere eines Schubes oder ein Schutz vor axonalen oder neuronalen Schäden.
Es stehen derzeit folgende Medikamente zur Verfügung (diese Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung für bestimmte Präparate dar):
- Interferone (Betaferon®, Avonex®, Rebif®)
- Glatirameracetat (Copaxone®)
- Natalizumab (Tysabri®)
- Azathioprin (Imurek®)
- Mitoxantron (Ralenova®)
- Cyclophosphamid (Endoxan®)
- Methotrexat (Metex®)
- Immunglobuline (u.a. Octagam®, Gamunex®)
Therapie des akuten Schubes
Die hochdosierte Gabe Cortisons kann während des akuten Schubes die Entzündungsaktivität unterbinden (Pulstherapie). Initial wird 3-5 Tag eine hochdosierte Infusionsbehandlung durchgeführt, anschließendes Ausschleichen über eine absteigend dosierte Tablettendosierung über beispielsweise 3 Wochen ist abhängig vom Effekt möglich. Eine Wiederholung bei unzureichendem Effekt ist möglich. Bei Versagen der Kortisonwirkung ist auch eine Plasmapherese möglich.