AHG Gesundheitsdienste - Ganztägige Ambulante Rehabilitation für Abhängigkeitskranke (GARA)  
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Eröffnung GARA
Eröffnung GARA

Aktuelles

AHG Gesundheitsdienste Koblenz aktuell
20.02.2008 – Pressemitteilung Eröffnung GARA

„Niemand ist zu diesem Teufelskreis verdammt“

 

Viele Gäste zur Eröffnung der „Ganztägig Ambulanten Rehabilitation für Abhängigkeitskranke“ in Koblenz

Koblenz, 20.02.2008. Das Domizil in der Schloßstraße 43-45 wurde erst nach dem offiziellen Teil besichtigt. Denn nicht zuletzt wegen der großen Gästeschar, an der Spitze die Koblenzer Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein, wurden die Gratulationen zur Eröffnung der „Ganztägig Ambulanten Rehabilitation für Abhängigkeitskranke“ (GARA) der AHG-Gesundheitsdienste in Koblenz in der Rhein-Mosel-Halle überbracht.

Verwaltungsdirektor Klaus Terharn moderierte die Festveranstaltung mit zahlreichen Grußworten  der Gäste und Fachvorträgen von leitenden Fachleuten der GARA,  für „unser neues Kind“, so der  AHG-Vorstandsvorsitzende Norbert Glahn. Damit wies er auf das breite Angebotsspektrum  der AHG-Gesundheitsdienste in Koblenz hin. Denn nicht nur für ihn ist die neue Tagesklinik ein „wichtiger Schritt zu immer besseren Therapieangeboten“.

Das wertete auch die Koblenzer Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein ähnlich. „Niemand ist dazu verdammt in den Teufelskreis von Abhängigkeit zu kommen oder zu bleiben“, begrüßte sie das „zukunftsweisende Konzept“ der Tagesklinik in Koblenz. Nicht unerwähnt ließ sie die schon bestehende „gute Zusammenarbeit“ von Stadt und dem AHG-Gesundheitsdienst. In der Klinik Tönisstein, deren Ausgründung die GARA ist,  wurden schon 200 Mitarbeiter der Stadtverwaltung geschult.

Auch Sabine Hoffmann von der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz sprach sich anerkennend über die gute Zusammenarbeit über Jahre hinweg und die „hochqualifizierten Angebote“ aus. Als Kostenträger sehe ihr Haus die Erfolge in der beruflichen Wiedereingliederung und auch im Erhalt des Arbeitsplatzes als „besonders wichtig für die Stabilisierung der Suchtkranken“. Und: „Die AHG ist ein Synonym für einen vertrauensvollen Partner“.

Der Geschäftsführer des Fachverbandes Sucht, Dr. Volker Weissinger, schilderte den teils steinigen Weg in der Suchtbehandlung bis zu einer so modernen Einrichtung wie die GARA. „Sie ist eine wichtige Form in der breiten Facette der Behandlungsmöglichkeiten“. Er erinnerte daran, dass  Sucht erst seit 1968 als Krankheit anerkannt wird und eben keine Charakterschwäche ist.

„Die Rehabilitation Abhängigkeitskranker hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich geändert“, sagte dann auch Dr. Hubert Buschmann, Chefarzt der Fachklinik Tönisstein, die heute ihren Sitz in Bad Neuenahr hat. Schon 1974 hat Tönisstein  sein Kurzzeitintensivprogramm entwickelt und ist mit dieser Therapie in Deutschland immer noch einzigartig. Die gute Zusammenarbeit mit dem Leiter der AHG-Gesundheitsdienste, Dr. Bernd Schneider, zuvor Leitender Psychologe von Tönisstein, bestehe fort. Und gratulierte seinem Kollegen zur Eröffnung. 

Grußworte sprachen auch Vertreter des Kreuzbundes aus Koblenz und der Anonymen Alkoholiker, die sich über die Eröffnung hörbar freuten. „Fachkompetenz mit fundierte Erfahrung“, das ist die AHG AG, stellte Schneider das Unternehmen vor, das sich seit 35 Jahren die Medizinische Rehabilitation auf die Fahnen geschrieben hat. 45 Kliniken und Therapiezentren mit Schwerpunkten in den Bereichen Sucht und Psychosomatik betreibt sie in elf Bundesländern. Das sind auch 4.500 Behandlungsplätze und 3.000 Mitarbeiter. Schneider stellte aus den Angeboten der AHG  in Koblenz auch das Adaptionshaus als Einrichtung für Abhängigkeitskranke vor. Mit einer Dauer von drei bis vier Monaten hilft die Behandlung das bisher Erreichte zu festigen und im Alltag umzusetzen. Die Suchtmittelabstinenz wird stabilisiert. Ziel der Adaption ist der Anschluss an eine Berufsfähigkeit. Eng zusammengearbeitet wird hierfür mit 70 Betrieben. Mit der Adaption konnte die Zahl der Patienten die in einsozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis kommen um 47 Prozent gesteigert werden, so Schneider. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist auch das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Es hat sowohl vorbeugenden Charakter, hilft aber auch bereits erkrankten Mitarbeitern mit konkreten Hilfestellungen bei etwa geistigen und seelischen Gefährdungen.

Mir dieser Eröffnung der Ganztägig Ambulanten Rehabilitation für Abhängigkeitskranke sieht Marcus Branczyk, Leitender Arzt der AHG-Gesundheitsdienste,  eine wichtige Versorgungslücke im nördlichen Rheinland-Pfalz geschlossen. Denn nun ist das bestehende Behandlungsangebot aus stationärer und ambulanter Rehabilitation vervollständigt. Wiederherstellung und Erhalt der Erwerbsfähigkeit sind die Ziele. Und nicht zuletzt auch die Teilnahme am öffentlichen Leben durch die erlangte Abstinenz Die Abstinenz ist der völlige Verzicht auf ein Suchtmittel (Alkohol).
In einer Therapie erlernt der Alkoholabhängige nicht, dass er nicht mehr trinken darf, sondern dass er nicht mehr trinken muss.
. Eine der großen Gruppen an die sich das Angebot richtet, sind Betroffene, die aus familiären Gründen keine der anderen Behandlungsmöglichkeiten nutzen können oder wollen. Der Behandlungsplan sieht eine Dauer von zwölf Wochen mit fünf Tagen in der Woche vor. Keineswegs zufällig ist das „hoch strukturierte“ Wochenprogramm in der täglichen Dauer einem Arbeittag angepasst. Dass der Patient in seinem sozialen Umfeld bleibt, sieht Branczyk  als „Vorteil, aber auch als Herausforderung“ an. Bei dieser Behandlung in Heimatnähe werden Alltagsproblem direkt bearbeitet. Die Patienten lernen das Erkennen realistischer Rückfallgefahren. Einbezogen werden können Bezugspersonen. Er betonte die Wichtigkeit der Einbeziehung von Selbsthilfegruppen und auch etwa des Hausarztes.  GM  

Weitere Informationen

Leiter

Dr. Bernd Schneider

Dr. rer. nat. Bernd Schneider

Diplom-Psychologe
Psychologischer Psychotherapeut

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Tel. +49 261 963755-0
Fax +49 261 963755-66
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Schloßstraße 43-45
56068 Koblenz