Dr. rer. nat. Bernd Schneider
Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut
PRESSE-BÜRO GERRIT MITTER (im Auftrag der AHG-Gesundheitsdienste)
Der Rückfall muss keine Katastrophe sein
Große Beteiligung beim ersten „Ehemaligentreffen“ der AHG-Gesundheitsdienste
Koblenz, 11. Oktober 2008. Eine Premiere der ganz besonderen Art führte jetzt viele Gäste in das Domizil der AHG-Gesundheitsdienste in der Koblenzer Schloßstraße. Erstmals hatte das Team um seinen Leiter Dr. Bernd Schneider zu einem „Ehemaligentreffen“ eingeladen. Das Echo war groß, kamen über 60 ehemalige Patienten der Einrichtung aus dem Großraum Koblenz. Und was besonders auffiel: Die Atmosphäre war ausgesprochen locker, ja herzlich. Denn hier sollten sich Patienten wiedersehen, andere kennenlernen und Erfahrungen und Erlebtes austauschen, so Schneider. Und dies vor dem Hintergrund, dass die AHG-Gesundheitsdienste Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen - Alkohol und/oder Tabletten - auf ihrem nicht immer leichten Weg in ein suchtmittelfreies leben unterstützen und begleiten. In einer „zufriedenen Abstinenz Die Abstinenz ist der völlige Verzicht auf ein Suchtmittel (Alkohol).
In einer Therapie erlernt der Alkoholabhängige nicht, dass er nicht mehr trinken darf, sondern dass er nicht mehr trinken muss.“, für die es aber kein Patentrezept gibt.
Da das Treffen aber weniger den Charakter einer Feier, sondern mehr eines Treffens unter Freunden mit ähnlichen Problemen hatte, war es unter das Generalthema „Abstinenz Die Abstinenz ist der völlige Verzicht auf ein Suchtmittel (Alkohol).
In einer Therapie erlernt der Alkoholabhängige nicht, dass er nicht mehr trinken darf, sondern dass er nicht mehr trinken muss. ist, wenn man mehr daraus macht“ gestellt. Mit der gern genutzten Möglichkeit an drei themenorientierten Workshops teilnehmen zu können.
Nachdem das Angebot der AHG-Gesundheitsdienste mit dem Adaptionshaus, der „Schnittstelle zwischen Klinik und Alltag“, der ambulanten Rehabilitation und der Nachsorge und der Tagesklinik nun „ausgebildet ist“, so Schneider, soll das Treffen auch den weiteren Kontakt der ehemaligen Patienten fördern. Denn diese Krankheit ist eine lebenslange, die einer langen Begleitung bedarf.
Der Workshop unter dem Thema „Warum Rückfälle keine Katastrophe sein müssen“, leiteten die erfahrenen Therapeuten Uwe Kallina und Sabine Knuth. Ein Rückfall ist nicht schön, aber da kommt man auch wieder raus, machten sie den Patienten Mut. Nur hilft dann das Verschweigen nicht weiter, ist Verheimlichen keine Lösung und helfen Selbstvorwürfe und Scham niemand. Denn der Rückfall, die vermeintliche Katastrophe, ist Teil des Krankheitsbildes des Abhängigen. Wenn er etwa einer Überforderungssituation nicht gewachsen war, blockiert ein ängstliches Katastrophendenken und verzögert die Inanspruchnahme von Hilfe. Mit der dann aber wichtigen Fragestellung: Wo muss und kann ich nachbessern, was habe ich übersehen, wo war die Falle? Der Leitende Arzt der AHG-Gesundheitsdienste, Marcus Branczyk besprach im Workshop das Thema „Abstinenz Die Abstinenz ist der völlige Verzicht auf ein Suchtmittel (Alkohol).
In einer Therapie erlernt der Alkoholabhängige nicht, dass er nicht mehr trinken darf, sondern dass er nicht mehr trinken muss. und innere Achtsamkeit“. Was ist für mich gut, was weniger, diese Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken gilt für jeden, für den Abhängigkeitspatienten aber um so mehr, erarbeiteten die Teilnehmer. Wobei diese Achtsamkeit den körperlichen Symptomen, wie auch den Gefühlen gelten muss.
„To Move“, das ist nicht nur ein allgemeines Gebot. Die Aufforderung sich zu bewegen, gilt bei jeder Krankheit, so der Tenor im von Tina Ochs geleiteten Workshop. GM.
Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut
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