Drei Jahrzehnte ist es her, dass die AHG erste Ansätze in der Soziotherapie entwickelte, die bis heute richtungsweisend in ganz Deutschland sind. Konkret umgesetzt wurden sie 1979 mit der Eröffnung der AHG-Therapiezentren Haus Eller und Haus Dondert. Mit ihrem Heimkonzept bildeten die beiden Häuser eine echte Lebensperspektive für chronisch mehrfach beeinträchtigte Suchtkranke und den Auftakt für die heutigen zwölf Therapiezentren des Unternehmens.
Betreuungsmöglichkeiten erweitert
Soziotherapie, das bedeutet „lebendiges Lernen” für Menschen, die durch ihre chronische Alkoholabhängigkeit nicht nur dauerhaft geistig und körperlich beeinträchtigt, sondern zumeist auch sozial isoliert sind. In den AHG-Therapiezentren lernen Betroffene, möglichst selbstbestimmt und gesund ihren eigenen Weg zu gehen. Die früher häufig jahrelange Heimunterbringung kann durch neue teilstationäre und ambulante Betreuungsangebote mittlerweile oft verkürzt werden.
Festlichkeiten und Neueröffnungen
Dass sich das Konzept der Soziotherapie durchgesetzt hat, war im Herbst ein Grund zum Feiern. Ende Oktober wurde in Düsseldorf das Jubiläum des AHG Therapiezentrum Haus Eller mit einem Fest begangen; das in Kevelaer beheimatete Haus Dondert feierte am ersten November-Wochenende mit einem Tag der offenen Tür. Gleichzeitig wurde dort die neue Begegnungsstätte „Zur Krone“ vorgestellt. Auch an anderer Stelle ging man in der Soziotherapie 2009 neue Wege. Mit dem „Treff am Jakobsweg“ erweiterte das AHG Therapiezentrum Loherhof im November sein Angebot um eine ambulante Betreuung und Tagesstruktur für Suchtkranke in der Städteregion Aachen.
Überzeugung mit Zukunftspotential
Die Arbeit in der Soziotherapie ist für die AHG nicht nur eine fachliche Herausforderung. Die Zahl der Hilfeempfänger ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Gleichzeitig erhöhten sich auch die Personal- und Sachkosten für die Einrichtungsträger. Auf der anderen Seite steht die Finanzierung der Behinderten- und damit der Eingliederungshilfe in der politischen Diskussion. Veränderungen der therapeutischen Angebote werden intensiv diskutiert. Notwendig sind dafür Visionen, die Unterstützung und Fürsprache aller Beteiligten – eine Herausforderung, der sich die AHG im Interesse ihrer Klienten, mit Blick auf ihre innovativen Therapieergebnisse und positiven Erfahrungen der letzten Jahre gern stellt.