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AHG Fachklinik Bad Tönisstein
06.08.2008 – Vorzeigbare Ergebnisse: "Reha rechnet sich !"
Investitionen in die medizinische Rehabilitation und die Ausgaben der Rehabilitationsträger sind eine volkswirtschaftlich „lohnende Investition“. Das ist nicht nur für die klassischen Indikationen der medizinischen Rehabilitation nachweisbar und mit harten Fakten belegbar, sondern immer mehr auch durch die Behandlungsergebnisse von Rehakliniken und ambulanten Einrichtungen, die ihren Tätigkeitsschwerpunkt in der Suchtbehandlung haben. Dies gilt insbesondere bei der Alkoholentwöhnung und in der Rehabilitation von ehemals Abhängigkeitserkrankten.
Inzwischen haben zahlreiche wissenschaftliche Studien in den letzten Jahren die hohe Ergebnisqualität der durchgeführten Rehabilitationsmaßnahmen nachgewiesen. So genannte Meta-Analysen haben ergeben, dass in Deutschland im internationalen Vergleich bei Maßnahmen der stationären Rehabilitation die höchsten Alkoholabstinenzquoten erzielt werden konnten.
Dies bestätigte kürzlich der Leiter der AHG-Gesundheitsdienste Koblenz und frühere leitende Diplom-Psychologe der Fachklinik Tönisstein in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Dr. rer. nat. Bernd Schneider, in einer Untersuchung. Bei der Feldstudie wurden 7.266 Patienten einbezogen. Hier konnte eine Erfolgsquote von 74,4 Prozent erreicht werden. Darin enthalten sind 68,2 Prozent der Patienten, die nach erfolgreicher stationärer Rehabilitation völlig alkoholabstinent blieben, und 9,5 Prozent, die mindestens drei Monate nach Abschluss der Maßnahmen ohne Alkohol lebten.
Am meisten profitierten die Erstbehandelten von der Entwöhnungsbehandlung. Mit der Zahl weiterer Entwöhnungsbehandlungen nimmt aber die Erfolgswahrscheinlichkeit ab. Erschreckend ist allerdings, dass zwischen Krankheitsbeginn bis zur Therapie und Rehabilitation im Durchschnitt 12,7 Jahre liegen. 96 Prozent der Rehabilitanden werden nach der mindestens 8 Wochen (und länger) dauernden stationären medizinischen Rehabilitation wieder arbeitsfähig.
Dazu der Chefarzt Dr. med. Hubert C. Buschmann, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und Psychotherapie, Fachklinik Tönisstein, Bad Neuenahr: „Die in Fachkliniken erzielten hohen Erfolge im Bereich der Abstinenzraten mindern die Folgekosten bei Abhängigkeitserkrankten im Gesundheitssystem. Ökonomisch bemerkenswerter sind Zahlen über die Behandlungserfolge, wonach sich fünf Jahre nach der Rehabilitation noch circa 88 Prozent der Rehabilitanden im Erwerbsleben befinden, also eine vorzeitige Berentung vermieden werden konnte.“
Zusätzlich zu den klinikinternen Maßnahmen des Qualitätsmanagements beteiligen sich die Fachkliniken der AHG AG an den differenzierten Qualitätssicherungsprogrammen der Rentenversicherung.
Die hohen Erfolgsraten, die in klinikübergreifenden Studien nachgewiesen werden konnten, sind auch ein Ergebnis der hohen Kompetenz der Einrichtungen und des Fachpersonals und der Tatsache, dass in Deutschland in den letzten 35 Jahren ein beispielhaft funktionierendes Suchthilfesystem mit geeigneten Fachkliniken etabliert wurde.