Wenn Schlaganfall-Patienten schneller in die Rehabilitation kämen, könnten die Pflegekosten deutlich sinken. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe anlässlich des bundesweiten „Tags gegen den Schlaganfall" am 10.Mai hin.„Nicht nur in der Akutversorgung des Patienten kommt es auf jede Minute an, auch die frühzeitige Rehabilitation rettet wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten“, erklärt dazu Dr. Andreas Sackmann, Chefarzt der AHG Klinik für Neurologie Hilchenbach.
Hilchenbach. Mehr als eine Millionen Menschen leiden in Deutschland an den Folgen eines Schlaganfalls. Die Pflegekosten betragen mehr als drei Milliarden Euro jährlich. Würden Patienten direkt nach der Akutbehandlung in die Rehabilitation kommen, ließen sich diese Ausgaben deutlich reduzieren, so die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Sie hat den „Tag gegen den Schlaganfall am 10. Mai 2010 deshalb unter das Motto „Den Blick schärfen für die Rehabilitation" gestellt. Ziel sei es, jedem Schlaganfall-Betroffenen eine adäquate Rehabilitation zu ermöglichen sowie eine abgestimmte und integrative Versorgungskette zu knüpfen. „Akutversorgung, Rehabilitation, Nachsorge und Sekundärprävention müssen ineinander greifen, um den Therapieerfolg zu sichern: ein Leben mit größtmöglicher Selbstständigkeit“, ergänzt Dr. Andreas Sackmann. Es gelte, so der Mediziner der AHG, die bundesweit in mehreren ihrer 45 Kliniken und Therapiezentren auch Schlaganfall-Betroffene therapiert, jetzt die Behandlungsstrukturen für die Zukunft vorzubereiten.
Jedes Jahr erleiden rund 200.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Angesichts der demografischen Entwicklung werden die Zahlen noch dramatisch zunehmen: Bis 2025 werden sich rund 3,4 Millionen Schlaganfälle ereignen, die direkten Kosten dafür mehr als 100 Milliarden Euro betragen. Die AHG Klinik für Neurologie Hilchenbach ist auf die Rehabilitation von Patienten mit Schlaganfall spezialisiert. „Patienten mit schwersten Gedächtnis- und Orientierungsstörungen können in der AHK Klinik für Neurologie Hilchenbach in besonderem Maße gefördert werden“, macht Dr. Sackmann aber deutlich, dass beim Schlaganfall Zeit eine große Rolle spielt. „Je früher wir mit der Rehabilitation anfangen können, desto geringer sind die Folgeschäden und damit die Kosten, die eine Versorgung von pflegebedürftigen Patienten sonst nach sich ziehen würde.“
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