„Mobbing-Opfer“ verfügen, ähnlich wie „Mobber“, über spezifische Persönlichkeitseigenschaften, wie etwa erhöhte Ablehnungssensibilität, Ungerechtigkeitsgefühl und auch arbeitsbezogene Erlebens- und Verhaltensmuster wie fehlende Distanzierungsfähigkeit. Das ist der Ausgangspunkt des nun erschienenen Buches „Mobbing am Arbeitsplatz“ von Dr. Josef Schwickerath, Leitender Psychologe der AHG Klinik Berus. Seine Erkenntnisse beruhen auf seiner Arbeit am Europäischen Zentrum für Psychosomatik und Verhaltensmedizin und sind nun in ein für Patienten mit Mobbingerfahrungen entwickeltes abgestimmtes evaluiertes, stationäres verhaltenstherapeutisches Konzept eingeflossen.
Dabei schlägt er mit dem Blickwinkel eines wissenschaftlich orientierten Praktikers eine Brücke zwischen der Arbeits- und Organisationspsychologie und der klinischen Psychologie, stellt Studienergebnisse vor und liefert damit einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Mobbingforschung, der insbesondere für die verbesserte Therapie von Mobbing-Patienten von zentraler Bedeutung sein dürfte.
„Mobbing am Arbeitsplatz: Stationäre Verhaltenstherapie von Patienten mit Mobbingerfahrungen“ ist bereits das zweite Richtung weisende Buch, das Dr. Schwickerath in diesem Fachgebiet veröffentlicht. Bereits 2004 gab er zusammen mit Dr. Winfried Carls, Prof. Dr. Manfred Zielke und Dr. Winfried Hackhausen das viel beachtete Werk „Mobbing am Arbeitsplatz: Grundlagen, Beratungs- und Behandlungskonzepte“ heraus.
Dipl.-Psych. Dr. phil. J. Schwickerath: Mobbing am Arbeitsplatz: Stationäre Verhaltenstherapie von Patienten mit Mobbingerfahrungen. Pabst Science Publishers 2009. ISBN: 978-3-89967-532-0, Preis: 25,- Euro