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23.09.2010 – AHG fördert Stiftungsprofessur in Brandenburg
(Potsdam) Zusammen mit drei weiteren Klinikunternehmen hat die AHG am 23. September im Rahmen einer Feierstunde den Vertrag über eine neue Stiftungsprofessur für medizinische Rehabilitationswissenschaften an der Universität Potsdam unterzeichnet. Das in der deutschen Universitätslandschaft außergewöhnliche gemeinsame Engagement der im Wettbewerb stehenden privaten Klinikunternehmen stellt die patientenbezogene klinische Forschung in den Mittelpunkt.
Rehabilitation über Forschung stärken
„Mit der Schaffung der Stiftungsprofessur wollen wir die forschungsbasierte Lehre und damit den Stellenwert der Rehabilitation in Brandenburg nachhaltig stärken“, erklärte dazu AHG-Vorstandsmitglied Rudi Schäfer, der den Vertrag für die AHG unterzeichnete. Vier der 45 AHG-Standorte sind an dem neuen Projekt unmittelbar beteiligt: die in Brandenburg gelegenen AHG Kliniken Bad Freienwalde, Beelitz-Heilstätten und Wolletzsee sowie die benachbarte AHG Klinik Waren. Angesichts der wachsenden Rolle der Rehabilitationsmedizin, die immer stärker die Akutmedizin begleitet und teilweise fortführt, bedarf es neuer Strukturen zur Förderung der Rehabilitationsforschung.
Forschung gehört zum AHG-Selbstverständnis
Bereits seit Jahren fördert die AHG die akademische Lehre und Weiterentwicklung der Rehabilitation. So hatte sie schon 2005 in einer gemeinsamen Initiative mit der damaligen Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) und der Techniker Krankenkasse (TK) an der Medizinischen Hochschule Hannover die Stiftungsprofessur „Prävention und Rehabilitation in System- und Versorgungsforschung“ ins Leben gerufen.
Weit reichende Kooperation geplant
Dem Stifterkreis der neu geschaffenen Stiftungsprofessur gehören neben der AHG die Brandenburg Klinik Bernau-Waldsiedlung, die Klinik am See in Rüdersdorf bei Berlin und die Median Kliniken an. Die vier Klinikunternehmen betreiben im Land Brandenburg insgesamt sieben Rehabilitationskliniken mit stationären Behandlungskapazitäten von mehreren tausend Betten.
In dem neuen Forschungsnetzwerk gilt den chronischen Erkrankungen ein besonderes Augenmerk; die personelle Vernetzung unterstützt dabei die Kooperation von Forschung und Lehre. Weiterer Schwerpunkt wird die Aus- und Weiterbildung von in Reha-Kliniken angestellten Ärzten, Mitarbeitenden der Sport- und Ernährungsmedizin und der Psychologie sein. So stellt der Aufbau von Masterstudiengängen eine weitere Aufgabe des Lehrstuhls dar. Auch mit dem Rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbund Berlin-Brandenburg-Sachsen (BBS) und der Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V. (GfR) wird eine enge Zusammenarbeit angestrebt.