AHG - Allgemeine Hospitalgesellschaft Aktiengesellschaft: Soziotherapie  
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Psychische Folgeerkrankungen und soziale Folgen

Chronischer Alkoholkonsum bleibt nie ohne Folgen. Er führt zu einer Reihe von psychischen Folgeerkrankungen, die entweder bereits im Entzug auftreten können oder sich erst im chronischen Verlauf einstellen. Oft stehen die psychischen Veränderungen in Wechselwirkung mit sozialen Beeinträchtigungen, bedingen einander oder schaukeln sich gegenseitig auf. Zu den wichtigsten psychischen Folgeerkrankungen zählen:

Zu den sozialen Folgen des chronischen Alkoholkonsums gehören in der Endphase häufig die persönliche Vereinsamung, gesellschaftliche Ausgrenzung und Verwahrlosung. Aber schon in einem früheren Stadium bewirken die durch Alkohol veränderten Verhaltensweisen des Betroffenen Konflikte im privaten und im Arbeitsbereich. Die sozialen Beeinträchtigungen können insbesondere durch einen Verlust an Möglichkeiten der Teilhabe am Leben und in der Gesellschaft beschrieben werden. Zu ihnen gehören:

  • Konflikte am Arbeitsplatz
  • Arbeitslosigkeit
  • Desinteresse an Freizeitaktivitäten und sinnvoller Beschäftigung
  • Verschuldung
  • Partnerlosigkeit
  • Trennung von Familienangehörigen
  • Verlust von Freunden
  • Soziale Isolation und gesellschaftliche Ausgrenzung außer suchtbezogene Kontakte
  • Verlust von Wohnung und Obdachlosigkeit
  • Verwahrlosung
  • Konflikte mit dem Gesetz
  • Gesetzliche Betreuung mit Verlust von Entscheidungsfreiheit

Während die akuten Symptome des Entzugssyndroms in der Entgiftungsbehandlung (meist stationär und mit medikamentöser Unterstützung in einer Klinik) behandelt werden, können psychische Folgeerkrankungen wie Ängste, Depressionen oder Persönlichkeitsstörungen gut im Rahmen einer anschließenden Entwöhnungsbehandlung psychotherapeutisch bearbeitet werden. Ziel der Entwöhnungsbehandlung ist die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben. Bei schwereren psychischen Folgeerkrankungen wie Alkoholpsychose, Alkoholdemenz oder Korsakow-Syndrom ist neben psycho- und soziotherapeutischer Maßnahmen auch eine medikamentöse Behandlung angezeigt. Kommen gravierende soziale Folgen hinzu, ist eine Soziotherapeutische Langzeitbetreuung notwendig, die von den AHG-Therapiezentren seit Jahrzehnten erfolgreich durchgeführt wird. Hier steht die Sicherung des Überlebens, die Wiederherstellung der selbstständigen Lebensführung und die Eingliederung in die Gesellschaft als Ziel im Vordergrund.

 

 

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