Exzentrischer Persönlichkeitsstil.
Menschen mit einem exzentrischen Stil sind nicht wie irgendjemand anders. Sie sind Träumer, Suchende, Visionäre, Mystiker. Sie beziehen Kraft aus ihren eigenen Gefühlen und Glaubenssystemen, leben in einer eigenen Welt und sind blind gegenüber Konventionen, weshalb sie oft unübliche und ausgefallene Lebensstile pflegen. Sie sind interessiert am Okkulten, Außersinnlichen und Übernatürlichen; abstraktes und spekulatives Denken zieht sie an. Obwohl nach innen gewandt, sind sie sensibel und beobachten genau, wie andere auf sie reagieren.
Schizotypische Persönlichkeitsstörung.
Bei dieser Persönlichkeitsstörung dominiert ein Muster von starkem Unbehagen in nahen Beziehungen, von Verzerrungen des Denkens und Wahrnehmens in sozialen Bezügen sowie von Eigentümlichkeiten des Verhaltens.
Personen mit dieser Störung interpretieren Ereignisse oft so, als ob diese eine besondere und ungewöhnliche Bedeutung speziell für diese Person hätten (Beziehungsideen). Es entwickeln sich seltsame Ideen und Überzeugungen oder auch magische Denkinhalte. So kann der- oder diejenige davon überzeugt sein, Dinge vorhersehen zu können oder die Gedanken anderer lesen zu können. Es können ungewöhnliche Wahrnehmungen auftauchen, beispielsweise das Gefühl, dass eine andere Person anwesend sei, obwohl man alleine ist. Die Denk- und Sprechweise wirkt seltsam, sie kann vage, umständlich, übergenau, abstrakt, stereotyp oder metaphorisch sein. Häufig sind Personen mit dieser Störung misstrauisch oder haben paranoide Vorstellungen. Das Gefühlsleben ist eingeschränkt oder unpassend. Diese Menschen verhalten sich oft steif und verschlossen. Aufgrund dieses Verhaltens, aber auch wegen der oft ungepflegten oder vernachlässigten äußeren Erscheinung, wirken diese Menschen seltsam, exzentrisch oder merkwürdig. Sie haben kaum enge Freunde oder Vertraute. In sozialen Situationen sind Menschen mit dieser Störung ängstlich, besonders dann, wenn unbekannte Personen beteiligt sind. Sie haben das Gefühl, anders als die anderen zu sein, einfach nicht dazu zu gehören. Die soziale Angst vermindert sich auch dann nicht, wenn der Betroffene länger in einer Situation bleibt oder mit den anderen Menschen vertraut geworden ist. Hintergrund ist hier nicht, wie bei der selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung, eine negative Selbstbeurteilung, sondern es besteht ein ausgeprägtes Misstrauen gegenüber den vermuteten Absichten der Mitmenschen (paranoide Befürchtungen).
