AHG - Allgemeine Hospitalgesellschaft Aktiengesellschaft: Psychosomatik  
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Medizinische Gefährdung

Medizinische Gefährdung. Im Vordergrund stehen kardiale Komplikationen und bedrohliche Elektrolytstörungen. In der Fachliteratur werden folgende Werte als Gefahrenindikatoren vorgeschlagen: Bradykardie mit Herzfrequenz  < 40/min, Blutdruck unter 90 zu 60 mmHg, Nüchternblutzucker < 60 mg/dl, Kalium < 3,0 mmol/L oder andere schwere Elektrolytstörungen z.B. Hypophosphatämie, Hypothermie < 36,0 C, Dehydratation, andere wesentliche Beeinträchtigungen der Funktion der Nieren, der Leber oder des Herzens, Untergewicht Im Gegensatz zum Übergewicht gibt es für Untergewicht keine eindeutige medizinische Grenze. Gewichtsgrenzen zwischen Normal- und Unter-/ Übergewicht werden mit Hilfe des BMI (= Body Mass Index, gelegentlich auch Quetelets-Index genannt) berechnet: BMI=Gewicht dividiert durch Körpergröße zum Quadrat (BMI=kg/ m2) Normalgewicht bewegt sich im Bereich eines BMI von 20 - 25, für eine Frau von 1,60 m Körpergröße bedeutet das einen Gewichtsbereich von ca. 51 - 64  kg.
Die Untergewichtsgrenze bei der Definition von Magersucht liegt bei einem BMI von 17,5, bei o.g. Frau also ca. 46 kg. Wenn Sie Ihren Body-Mass-Index bestimmen möchten klicken sie bitte hier: zum BMI Rechner
< 15,0 BMI.

Einer oder mehrere dieser Gefahrenindikatoren machen in der Regel eine vollstationäre Behandlung in Spezialstationen und Fachkliniken notwendig oder gegebenenfalls akutpsychiatrisch auf geschlossenen psychiatrischen Stationen und/oder bei medizinischen Komplikationen auf intensivmedizinischen Stationen. Ausnahmen sind u.U. chronisch untergewichtige Patientinnen, die über Jahre hinweg an ihren untergewichtigen Zustand adaptiert sind, bei denen stationäre Behandlungsversuche wenig Erfolg hatten und die in der Gesamtabwägung eine längerfristige ambulanten Therapie mit enger internistischer Betreuung durchführen sollten.